FPÖ-Mölzer: Abschuss eines Kampfjets zeigt, dass Türkei Partei des syrischen Bürgerkriegs ist

An östlicher Flanke der Türkei reiht sich ein Pulverfass an das nächste - Abbruch der Beitrittsverhandlungen, damit EU nicht Kriegspartei in Nahost wird

Wien (OTS) - Der Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges durch Syrien veranschauliche, wie sehr die Türkei ein Teil des Krisenherds des Nahen Ostens sei, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Ankara ist mit seiner Unterstützung der Rebellen zu einer Partei des syrischen Bürgerkrieges geworden. Sollte die Lage weiter eskalieren, dann droht die Türkei noch weiter in die syrischen Wirrnisse hineingezogen zu werden", erklärte Mölzer.

Zudem wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass es im Osten der Türkei immer wieder zu Angriffen kurdischer Untergrundkämpfer von der PKK komme und die türkische Luftwaffe wiederholt PKK-Stellungen im Nordirak bombardiert habe. "An ihrer östlichen Flanke reiht sich ein Pulverfass an das nächste. Diesem gefährlichen Umstand muss endlich bei den Beitrittsverhandlungen mit Ankara Rechung getragen werden", forderte Mölzer.

Insbesondere laufe die Europäische Union, wenn die Türkei Mitglied werden sollte, Gefahr, selbst in die kriegerischen Auseinandersetzungen des Nahen Ostens hineingezogen zu werden, warnte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Das hängt nicht nur mit der geographischen Nähe der Türkei zu den Krisenherden zusammen, sondern auch damit, dass Ankara seinen Einfluss in der Region ausbauen und eine Art neo-osmanisches Reich errichten will. Daher sind die Beitrittsgespräche mit der Türkei abzubrechen, damit die Europäische Union nicht selbst Kriegspartei im Nahen Osten wird", schloss Mölzer.

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