EEÖ: Diskussion um Kosten der Energiewende zeigt eindimensionales Denken

Die von E-Control Chef Boltz angefachte Diskussion über Kosten der Energiewende verunsichert Bürger und vernachlässigt völlig deren Nutzen für die Allgemeinheit

Wien (OTS) - Das gestern aufgrund von Aussagen des Chefs der E-Control Walter Boltz medial aufgeflammte Diskussion über die Kosten der Energiewende führt lediglich zur Verunsicherung der Bürger und zeigt wieder einmal die Eindimensionalität der Denkweise der Verantwortlichen auf.

Josef Plank, Präsident des EEÖ (Verband Erneuerbare Energie Österreich): "Natürlich wird uns die Energiewende etwas kosten. Aber noch viel mehr kostet uns die Fortführung eines Energiesystems, das noch immer zu 80% auf fossile Energieträger baut. Energieträger, die uns aufgrund von Bevölkerungswachstum und Energieverknappung künftig nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Alleine in den letzten drei Jahren sind die Kosten für Energie von 9 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro pro Jahr gestiegen. Ich vergleiche diese Diskussion zur Energiewende mit der Diskussion um sauberes Wasser. Auch die Kläranlagen in den Gemeinden und Städten haben uns insgesamt viele Milliarden Euro gekostet und der Betrieb derselben kostet uns hunderte Mio. Euro jährlich. Und jetzt ist Österreich stolz auf die gute Wasserqualität in seinem Land und niemand spricht mehr über die Kosten. Um in Zukunft noch eine lebenswerte Umwelt zu haben, sind jetzt Investitionen nötig, denn eine weitere Verschwendung von Ressourcen, das hemmungslose Freisetzen von Treibhausgasen etc. würde nur bedeuten, dass wir früher oder später noch viel tiefer in die Tasche greifen müssten!"

Die Energiewende ist die einzige Alternative zu einem zukunftsfähigen System der Energieversorgung für dessen Erreichung hunderttausende Österreicher Mehrkosten von 50 Euro pro Jahr in Kauf nehmen. Und das nur aus einem Grund: weil im Vergleich die Preissteigerungen pro Jahr bei Öl und Gas weitaus höher ausgefallen sind.

Plank abschließend: "Diese Diskussion ist eine Diskussion der Rückwärtsgewandten, die sich nicht eingestehen wollen, dass die Energiewende und der sparsame und sorgsame Umgang mit Energieressourcen unsere einzige Chance ist. Gerade bei Strom liegt Österreich schon bei einem Anteil von 70% erneuerbarer Energie und die Weichen für einen weiteren Ausbau sind bereits weitestgehend gestellt!"

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