WKÖ-Vize RfW-BO Amann zu Foglar: Betriebe sind "höchstbesteuert" und brauchen Entlastungen, keine künstlichen "Neiddebatten"!

"Wer Wirtschaft - und damit Jobs und Kaufkraft - sichern will, für den muss es heißen: Steuern runter, Lohnnebenkosten runter, Steuersystem vereinfachen, Bagatellsteuern abschaffen."

Wien (OTS) - Als "Klassenkampf-Reflex bar jeder Substanz"
bezeichnet WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann die heutigen Aussagen von ÖGB-Präsident Foglar, wonach die Wirtschaft laufend mit Steuergeschenken bedacht worden sei. "Ich weiß nicht, von der Wirtschaft welchen Landes er spricht, die heimische kann es nicht sein", so Amann. Allein das aktuelle "Schröpfpaket" beschere den österreichischen Unternehmern bis 2017 zusätzlich rund zwei Milliarden Euro Mehrbelastungen - allein durch deutlich erhöhte Lohnnebenkosten, Auflösungsabgabe und Co! "Auf solche "Geschenke" würden wir gern verzichten - im Interesse des Standorts, aber auch des Arbeitsmarkts und der Kaufkraft im Land", so Amann.

Abgesehen davon würden verschiedene Studien die ohnehin bereits bestehende "Höchststeuerbelastung" für die heimischen Unternehmen belegen. So weise die Studie "Paying Taxes 2012" von PricewaterhouseCoopers und Weltbank für ein österreichisches "Modell-KMU" eine Gesamtsteuerbelastung von 53,1 Prozent aus, davon würden allein die Lohnnebenkosten 34,8 Prozent betragen. Nachbar Deutschland käme auf 46,7 Prozent Gesamtsteuerbelastung, davon 21,8 Prozent Lohnnebenkosten. "Das aktuelle "Besteuerungskommando" Sparpaket ist hier noch nicht einmal eingerechnet und trotzdem liegt Österreich bei der Steuer- und Abgabenbelastung auf dem blamablen Platz 147 von 183 untersuchten Staaten", so Amann.

Angesichts dieser Belastungen sei es daher völlig unangebracht, auf dem Rücken der Betriebe, von denen der Löwenanteil KMUs seien, eine sachlich nicht begründbare "Neiddebatte" loszutreten. "Wir sitzen alle in einem Boot. Wer Wirtschaft - und damit eben auch Jobs und Kaufkraft - sichern will, für den kann es nur heißen: Steuern runter, Lohnnebenkosten runter, Steuersystem vereinfachen, Bagatellsteuern abschaffen", so Amann.

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