FSG: Hohe Gewaltraten an Pflichtschulen sind systembedingt

Die österreichische Bildungspolitik erzeugt Probleme, über die sich die Bildungsbürger mokieren können

Wien (OTS/FSG-Wien) - "Die Kinder folgen den Verhaltensmustern
ihrer Herkunft. Die Entwicklungschancen werden ihnen durch das selektive Schulsystem geraubt", stellt Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, anlässlich der Präsentation der Untersuchungsergebnisse " Gewalterfahrungen von Jugendlichen" fest.++++

Bulant weiter: "Die positive Sozialisation durch die Volksschullehrerinnen wird in Österreich abrupt im Alter von 10 Jahren durch das System Aschenputtel abgebrochen. Frei nach der Methode die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen." Laut Bulant werden in Österreich die natürlichen "Selbstheilungskräfte" innerhalb einer SchülerInnengeneration in der Volksschule als Gesamtschule genutzt, in der Sekundarstufe 1 jedoch der Trennung der Jugend in verschiedene Schullaufbahnen geopfert. "Unsere LehrerInnen haben wieder einmal die
Defizite in der Bildungspolitik auszubaden. Während sich die Verhinderer einer achtjährigen Langform Pflichtschulzeit zumeist über die Zustände an Pflichtschulen erregen, die sie selbst mitverursacht haben", so Bulant.

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