Neues Volksblatt: "Zukunft" von Markus EBERT

Ausgabe vom 22. Juni 2012

Linz (OTS) - Der Pensionsantritt ist die Erlösung vom Arbeitsleid, je früher daher der Übertritt in den Ruhestand erfolgt, umso besser ist das für den Einzelnen.
Das steckt in den Köpfen der Menschen drin, was auch kein Wunder ist, weil es jahrzehntelang gepredigt wurde. Was freilich noch nicht heißt, dass es auch richtig ist. Immer noch weit vor dem gesetzlichen Antrittsalter in Pension zu gehen und länger zu leben als frühere Generationen stellt naturgemäß das Pensionssystem auf eine harte Probe. Dass es vielen Menschen auch nach der Pensionierung gesundheitlich gut geht beweist, dass sie vielleicht ein bisschen länger hätten arbeiten können. Aber selbst wer will, darf meist nicht. "Es gibt Firmen, die Mitarbeiter bei der ersten Gelegenheit in die Pension zwingen", konstatiert ÖAAB-LandeschefFranz Hiesl im VOLKSBLATT-Gespräch.
Österreichs Rohstoffe seien das Hirnschmalz seiner Menschen, heißt es oft. Dass man mit frühen Pensionierungen in vielen Branchen Ressourcenverschwendung betreibt, ist eigentlich ein Unding. Ebenso verzichtbar ist aber auch ein ÖVP-interner Streit in dieser Frage. Ältere Arbeitnehmer brauchen Perspektiven, die Pensionsdebatte braucht Sachlichkeit. Und vor allem: Sie braucht den Input der Jungen, denn es geht um ihre (Pensions-)Zukunft.

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