Mitterlehner und Leitl: Exportinitiativen in Wachstumsmärkte verstärken

Export auch in schwierigeren Zeiten Stütze der Wirtschaft - Ziel: wieder Export-Rekord - Internationalisierungs-Offensive forciert Erschließung neuer Märkte

Wien (OTS/PWK418) - Anlässlich des 10. Österreichischen Exporttages präsentierten Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Donnerstag eine positive Zwischenbilanz der neu aufgesetzten Internationalisierungsoffensive 'go international' sowie die Ziele und Schwerpunkte für das schwierige Exportjahr 2012. "Aufgrund der Schuldenkrise und der Wachstumsschwäche in Europa gewinnen gerade Instrumente wie 'go international' an Bedeutung. Damit forcieren wir die Ausfuhren in geringer verschuldete und wachstumsstärkere Zukunftsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China", sagte Mitterlehner. Für 'go international' stellt das Wirtschaftsministerium der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer 35 Millionen Euro für den Zeitraum von April 2011 bis März 2013 zur Verfügung.

Die damit verstärkte Diversifizierungs-Strategie ist auf einem guten Weg. "Allein seit 2008 ist der Exportanteil der außereuropäischen Märkte um zwei Prozentpunkte auf 18,5 Prozent im Vorjahr gestiegen. Zugleich profitieren wir von unserem Haupthandelspartner Deutschland, von dem wiederum viele Produkte heimischer Zulieferer in die Wachstumsmärkte gehen", so Mitterlehner. "Die Internationalisierungsoffensive hat daher wesentlich dazu beigetragen, dass Österreichs Wirtschaft trotz schwieriger Umstände im Vorjahr einen Exportrekord erzielen konnte. Wenn wir die Erschließung neuer Märkte konsequent voran treiben, können wir 2012 wieder ein All-Time-High schaffen", sagte Mitterlehner. Auch bei den Produkten und Dienstleistungen laufe die notwendige Diversifizierung gut. "Der Export von wissensintensiven Dienstleistungen floriert und ist allein im Vorjahr um rund 20 Prozent gestiegen. Österreich etabliert sich immer stärker als Know-how Zentrum", so Mitterlehner.

"Export und Internationalisierung haben großen Anteil daran, dass Österreich trotz weltwirtschaftlich schwierigerer Bedingungen gut da steht", betonte Leitl und wies auf die aktuelle Eurostat-Studie hin, gemäß der Österreich im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung der EU-Länder pro Einwohner mit einem BIP pro Kopf von 129 Prozent des EU-Durchschnitts an dritter Stelle hinter Luxemburg und den Niederlanden liegt. 2010 lag Österreich noch auf Rang fünf. Leitl:
"Dass wir es auf den Stockerlplatz geschafft haben, ist auch ein Verdienst unserer Exportunternehmen. Schließlich erwirtschaften wir sechs von zehn Euro im Ausland." Damit es auch weiterhin aufwärts geht lautet die Zukunftsformel für unsere Unternehmen "IQI", so Leitl: "Das steht für Innovation, Qualifikation und Internationalisierung - nur so können wir im globalen Wettbewerb vorne mitspielen. Innovation und Kreativität müssen zum Markenzeichen Österreichs im Ausland werden."

Unterstützend wirkt, dass die Zahl der heimischen Exporteure kontinuierlich auf rund 42.000 gestiegen ist. "Seit 2009 haben wir 3.000 neue Exporteure gewonnen. 75 Prozent davon sind kleine und mittlere Unternehmen, die wir zunächst zum Schritt in die Nahmärkte motivieren und dann weiter in die Fernmärkte begleiten wollen", betonte Mitterlehner.

Zu den Zielen für die österreichische Exportwirtschaft meinte Leitl, dass wir heuer das all-time-high der Exporte aus dem Jahr 2011 wieder toppen und womöglich die 125 Milliarden Euro-Schwelle überspringen wollen." Die in diesem Zusammenhang von Minister Mitterlehner angekündigte Verlängerung der erfolgreichen Exportförderoffensive 'go international' über das Jahr 2013 hinaus, begrüßte Leitl, "weil diese Fördermaßnahmen für die österreichische Export-Erfolgstory in den vergangenen Jahren essentiell wichtig waren."

Mitterlehner: Protektionismus steigt, EU muss Freihandelskompetenz stärker wahrnehmen

Als Problem nannte Mitterlehner den weltweit zunehmenden Protektionismus. So wurden in den G20-Ländern von Oktober 2011 bis Mai diesen Jahres 124 neue Import- und Exportmaßnahmen geschaffen, die wettbewerbsverzerrend und handelsbeschränkend wirken. "Daher muss die EU ihre Freihandelskompetenz stärker wahrnehmen und ihre WTO-Aktivitäten beschleunigen", so Mitterlehner. Wichtig sei auch, dass die EU ihre Wachstumsstrategie stärker in den Fokus rücke. "Aber nicht auf Schuldenbasis, sondern im Rahmen des Fiskalpakts", bekräftigte Mitterlehner. (BS)

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