FPÖ-Neubauer: Atomkraftwerke werden offenbar immer mehr Angriffsziel für terroristische Anschläge

Wien (OTS) - "Während in Tschechien ein gesetzwidriges Umweltverträglichkeitsverfahren abgehalten wird und wieder einmal zur Farce für die Betroffenen Menschen in Oberösterreich wird, machen andere Pressemeldungen über Terroranschläge auf Atomkraftwerke Schlagzeilen. Hatte man vor wenigen Wochen noch bei aller Ernsthaftigkeit und Tragweite darüber geschmunzelt, als ein deutscher Greenpeace-Aktivist über dem französischen Atomkraftwerk Bugey zwei Rauchbomben über der Anlage abwarf, um damit die Gefährdung bei einem etwaigen Anschlag auf das Kernkraftwerk für die Menschen zu veranschaulichen, so hat die heutige Meldung aus Schweden für Panik unter Atomkraftbetreibern gesorgt", so FPÖ-Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer.

Den Berichten zufolge sei auf dem Gelände des schwedischen Atomkraftwerkes Ringhals ein Sprengkörper entdeckt worden. Wie der ORF meldet, war der Sprengstoff an einem Feuerlöscher eines LKW befestigt, der in den inneren Sicherheitsbereich des größten schwedischen AKW fahren sollte. "Dieser Vorfall zeigt, dass die Technik von Menschen zwar in einem hohen Ausmaß beherrschbar scheint, dass es aber gerade in der heutigen Zeit viele Nebenaspekte gibt, die das Gefährdungspotential eines Kernkraftwerkes nochmals zusätzlich in der Lage sind zu erhöhen", hält Neubauer zu diesem Vorfall in Schweden fest. Laut einem Sprecher des Kraftwerksbetreibers handle es sich um "zivilen" Sprengstoff, wie man ihn etwa bei Bauarbeiten verwendet.

"Man mag sich gar nicht vorstellen, was im Extremfall passieren hätte können, wäre dieser Sprengstoff von einem Terroristen auch zur Sprengung gebracht worden", sagt Neubauer. "Auch dieser Vorfall veranschaulicht in seiner ganzen Form und möglichen Tragweite, dass die Kernkraft keine sichere, aber auch keine saubere Energieform darstellt. Wir sollten als kernkraftfreies Land alles daran setzen, auf die EU dahingehend einzuwirken, die Umstellung der Energiegewinnung auf alternative Energieformen möglichst rasch voranzutreiben, damit die risikoreichen Kernkraftwerke bald der Vergangenheit angehören", so Neubauer abschließend.

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