Bühnen Graz: Solidaritätswelle aus ganz Österreich

Breite Zustimmung für Infokampagne der GdG-KMSfB

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Unterstützung für die mehr als 500 Beschäftigten der Bühnen Graz ist sehr erfreulich. Wir werden in unseren Bemühungen um eine faire Anpassung ihrer Löhne und Gehälter durch die steirische Landespolitik nicht nachlassen", erklärte heute, Donnerstag, der Vorsitzende der Hauptgruppe VIII in der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), Peter Weller.++++

Mit einer Informationskampagne setzt sich die GdG-KMSfB gemeinsam mit der Konzernvertretung der Bühnen Graz gegen die unsoziale Vorgehensweise der steirischen Landespolitik zur Wehr. Entgegen allen Verhandlungsergebnissen will die Politik den Bediensteten der Grazer Theater die vereinbarte Anpassung ihrer Löhne und Gehälter vorenthalten.

"Das Publikum reagiert sehr positiv. Aus dem ganzen Land erreichen uns mittlerweile außerdem Solidaritätsbekundungen", berichtet Thomas Dürrer, Stellvertretender Vorsitzender der Hauptgruppe VIII. Auch aus der Bundeshauptstadt sind bereits zahlreiche Unterstützungserklärungen eingetroffen. Claudio Hiller und Richard Weissborn, Betriebsratsvorsitzende des Theaters in der Josefstadt:
"Skandal, Frechheit, Ungerechtigkeit, verantwortungslos, und viele Stichwörter mehr würden mir zum Thema einfallen. Am treffendsten finde ich aber das Wort respektlos."

Fritz Peschke, Zentralbetriebsrat der Bundestheaterholding: "Graz öffnet das Tor in den Abgrund! Kultur scheint den zuständigen Politikern eine lästige Nebensache zu sein. Einerseits schmücken sich die meisten Politiker, nicht nur die Kulturpolitiker, mit unseren künstlerischen Leistungen. Andererseits sollen aber die Kunst- und Kultur-Betriebe nichts kosten. Es ist traurig, dass man den kulturellen Auftrag mit der Umwegrentabilität bzw. Wertschöpfung rechtfertigen muss, wo doch von vielen Politikern, beispielsweise Kulturministerin Schmied und auch Sektionschef Franz bei entsprechenden Anlässen immer wieder betonen, dass die österreichische Kunst- und Kulturszene geradezu eine staatspolitische Verpflichtung darstellt."

Die Informationskampagne an den Grazer Theatern läuft morgen Freitag, weiter. Peter Weller: "Über den Sommer muss eine Lösung her. Ansonsten werden wir das gesamte Spektrum der gewerkschaftlichen Möglichkeiten im Interesse unserer Mitglieder ausreizen."

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