VIER PFOTEN-Rat zur Urlaubszeit: So helfen Sie ausgesetzten Tieren

Wien (OTS) - Die Urlaubszeit steht bevor und weckt sehr gegensätzliche Gefühle: Während sich die einen freuen, sehen ihr Tierschützer und Tierheime eher sorgenvoll entgegen. Denn alle Jahre wieder taucht das Problem der ausgesetzten Hunde auf. VIER PFOTEN erklärt, was Sie tun können, wenn Sie ein herrenloses Tier finden.

Angebunden im Wald, zurückgelassen auf Parkplätzen oder einfach aus dem Auto geworfen: Sobald die Urlaubszeit naht, werden viele Hunde für ihre Besitzer plötzlich zum Ballast. Statt auf die Reise zu verzichten oder entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wählen vermeintlich tierliebe Hundehalter den für sie einfachsten Weg: Sie überlassen ihren Vierbeiner einfach dem Schicksal. Ohne fremde Hilfe ist so ein Tier in den meisten Fällen verloren. Was also tun, wenn man einen ausgesetzten Hund findet?

Grundsätzlich zuständig für Fundtiere ist die örtliche Gemeinde, sie übernimmt auch die Kosten für die tierärztliche Notfallversorgung. "Sollte man den Verdacht hegen, ein 'Urlaubsopfer' vor sich zu haben, sollte man sich das Tier genau ansehen", rät Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach von VIER PFOTEN. "Wenn der Hund einen verunsicherten, geschwächten oder orientierungslosen Eindruck macht, verstört herumläuft oder sich verängstigt verkriecht, kontaktieren Sie bitte die nächste Polizeidienststelle oder das zuständige Tierheim. Bleiben Sie so lange bei dem Tier, bis es von offizieller Stelle in Obhut genommen wurde."

Einen Hund einfach mit nach Hause nehmen und zu behalten ist jedenfalls nicht erlaubt, erklärt Nikola Furtenbach. Aufgefundene Haustiere fallen nämlich unter das Fundrecht (§§388ff ABGB) und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen, die von der zuständigen Behörde geprüft werden, behalten werden.

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