Öffentliche Wirtschaft lehnt Gigaliner-LKWs ab

VÖWG spricht sich gegen Vorgehensweise der Europäischen Kommission aus

Wien (OTS) - "Gigaliner gefährden die Umwelt sowie die Sicherheit aller übrigen VerkehrsteilnehmerInnen. Für das österreichische Straßennetz stellen Überholmanöver von Gigalinern beziehungsweise Tunnelfahrten besondere Gefahren dar. Für große Teile Europas sind die Verkehrswege für diese Dimension von Transportern nicht gebaut worden, so VÖWG-Präsidentin Renate Brauner. Umso unverständlicher ist daher die jüngste Vorgangsweise der Europäischen Kommission, grenzüberschreitende Fahrten erlauben zu wollen und die Absicht sich über eine bindende Rechtsgrundlage hinwegzusetzen. Stattdessen möchte Verkehrskommissar Siim Kallas bilaterale Verträge abschließen.

Heidrun Maier-de Kruijff, VÖWG-Geschäftsführerin führt die weitere Position des Verbands aus, die auch im Rahmen einer öffentlichen Konsultation vorgebracht wurde: "Schlüsselinfrastrukturen wie etwa Brücken, Straßenkreuzungen oder Rastplätze an Autobahnen sind nicht auf 60-Tonner ausgerichtet. Die Modernisierung sowie Instandhaltung der Verkehrswege, die beispielsweise durch Abnützung notwendig wird, finanziert die öffentliche Wirtschaft. Zudem droht eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße. Obendrein würden Gigaliner das österreichische Transitproblem immens verstärken".

Gigaliner, diese bis zu 25,25 Meter langen Lastkraftwagen, befördern ein Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen. Gegenwärtig haben Lastkraftwagen in Österreich höchstens eine Länge von 18,75 Metern und ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen.

Der VÖWG vertritt die Interessen der öffentlichen Wirtschaft, insbesondere der Daseinsvorsorge und stellt die österreichische Sektion des europäischen Zentralverbands der Öffentlichen Wirtschaft (CEEP). Dieser ist Teil der anerkannten, sektorenübergreifenden europäischen Sozialpartner (EGB, BusinessEurope). Darüber hinaus nützt der VÖWG als Mitglied des in Lüttich/Belgien ansässigen Internationalen Forschungs- und Informationszentrums für Gemeinwesen - CIRIEC - internationale Expertisen und Kontakte.

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