Bundespräsident Fischer dankt Klasnic-Kommission

"Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" überreichte Zwischenbericht

Wien, 19.06.12 (KAP) Die im April 2010 von Kardinal Christoph Schönborn ins Leben gerufene "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" unter Leitung von Waltraud Klasnic hat am Dienstag ihren Zwischenbericht an Bundespräsident Heinz Fischer übergeben. Fischer dankte bei dem Treffen allen Mitgliedern der Einrichtung für ihre "wertvolle Arbeit", hieß es im Anschluss auf "Kathpress"-Anfrage aus der Hofburg.

Man habe den Bundespräsidenten über die mittlerweile "nach Vorbild der Opferschutzanwaltschaft" erstellten Einrichtungen in den einzelnen Bundesländern informiert, so Sprecher Herwig Hösele zur "Kathpress". Auch wurde der Appell für die Einrichtung einer österreichweiten und umfassenden Präventionsplattform erneuert. Der Bundespräsident habe großes Interesse gezeigt, teilten beide Gesprächsseiten mit. Fischer habe den Vorschlag einer interministeriellen Präventionsstelle "begrüßt".

Die "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" hat laut dem bereits im vergangenen April veröffentlichten Zwischenbericht Betroffenen von Gewalt und Missbrauch im kirchlichen Bereich bisher mehr als acht Millionen Euro finanzielle Hilfe und 23.500 Therapiestunden zuerkannt. Laut Bericht konnten bisher 702 der an die Opferschutzanwaltschaft herangetragenen 1.129 Betroffenen-Meldungen entschieden werden; 19 Fälle wurden ablehnend entschieden.

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