Waldner: Österreichs Beitrag zur nachhaltigen Energiesicherung für die ärmsten Länder ist vielseitig

Wien/Rio de Janeiro (OTS) - Der Zugang zu Energie und Ökosystemleistungen ist grundlegende Voraussetzung für Entwicklung und die Sicherung von menschlichen Grundbedürfnissen wie Nahrung, Gesundheit und Bildung, wirtschaftliche Produktivität und Lebensqualität. Energie ist damit unumgänglich für die laufende Umsetzung aller Millenium Development Goals", hielt der Staatssekretär anlässlich des Energietages vor dem offiziellen Beginn der Rio+20 Konferenz fest.

"Österreich setzt sich aktiv für das Thema "Energie für Alle" als wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung ein. Wir unterstützen daher die drei Ziele der "Sustainable Energy for All" Initiative des Generalssekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon. Viele unserer Entwicklungszusammenarbeitsprojekte fokussieren auf den besseren Zugang zu Energie, gesteigerte Energieeffizienz und Investitionen in erneuerbare Energien" betonte Staatssekretär Waldner. Österreich hat durch die Abhaltung von zwei Wiener Energiekonferenzen 2009 und 2011, gemeinsam mit UNIDO und IIASA wichtige inhaltliche Vorarbeiten geleistet. Außerdem hat Österreich einzigartige Expertise als Sitzstaat von zahlreichen Energie - relevanten Organisationen wie der UNIDO, der IAEA, der OPEC, dem OPEC -Fund, des Energy Community Secretariats, des Renewable Energy and Energy Efficiency Partnerships (REEP) und dem Laxenburger Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA).

"Österreich ko-finanzierte, betreute und koordinierte über das Laxenburger Institut IIASA eine internationale "Global Energy Assessment Studie", so der Staatssekretär. Diese Studie zeigt nachhaltige Energieentwicklungspfade weltweit auf und wird von Staatssekretär Waldner heute in Rio im Rahmen einer Sondersitzung unter dem Vorsitz von UNIDO Generaldirektor Yumkellah und der IIASA behandelt.

"Diese Studie von etwa 300 internationalen Wissenschaftlern bietet wichtige Grundlagen für Entscheidungen und Weichenstellungen durch Politik, Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft. Die in einem mehrjährigen Forschungszeitraum erstellte Arbeit zeigt Wege auf, wie der Zugang zu Energie für Alle einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Entwicklungszielen leisten kann", erläuterte Waldner.

"Nutzt man alle Energiequellen unseres Planeten nachhaltig, dann sind die weltweiten Ressourcen fast unerschöpflich. Die entscheidende Herausforderung besteht in der Transformation der Energiesysteme in eine klimaverträgliche Richtung - Stichwort Co2 und Emissionen - bei gleichzeitiger Versorgungssicherstellung. Wir müssen Zugang, Leistbarkeit und wirtschafltliche und soziale Nachhaltigkeit, auch für Länder die in Entwicklung begriffen sind, sicherstellen. Die Transformation braucht Forschung und Entwicklung und Investitionen in nachhaltige Energiesysteme", so Waldner.

Ganz konkret ko-finanziert Österreich über die ADA zahlreiche nachhaltige Energie Projekte in Westafrika, Südafrika, Zentralamerika, aber auch am Balkan und in Bhutan. Staatssekretär Waldner wird am 20. Juni in einer hochrangigen Diskussionsrunde in Rio zu "Financing Access to Clean Energy for the Poor" Österreichs Engagement diesbezüglich ausführen.

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