SPÖ-Enquete zu "Cultural und Creative Industries": Hakel - Kreativwirtschaft braucht umfassendes Förderkonzept

Kooperationsveranstaltung von SPÖ-Klub und "Österreich 2020" - Soziale Absicherung als Standortpolitik - Matznetter - Arbeitsbedingungen verbessern, Ausbeutung verhindern

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Klub hat heute, Dienstag, in Kooperation mit "Österreich 2020" zur Enquete "Neue Strategien für die Cultural und Creative Industries" (CCI) ins Parlament geladen. Dabei wurde das gleichnamige SPÖ-Positionspapier mit Interessierten sowie Expertinnen und Experten diskutiert, daneben gab es eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion und vier Diskussionsforen zum Thema CCI. Elisabeth Hakel, SPÖ-Bereichssprecherin für die Kreativwirtschaft, betonte, dass es gelte, von punktuellen Fördermaßnahmen zu einem umfassenden Förderkonzept zu kommen. Klar sei außerdem, dass die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft auch von den Arbeitsbedingungen abhänge. Es brauche daher eine entsprechende Absicherung der kreativ Tätigen. Vor dem Hintergrund drohender Abwanderung hoch mobiler Kreativer sei "soziale Absicherung als wichtiger Standortfaktor" zu sehen, so Hakel. Christoph Matznetter, SPÖ-Wirtschaftssprecher und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, plädierte vor dem Hintergrund prekärer Arbeitsverhältnisse und der Zunahme von "working poor" im CCI-Bereich für verbesserte Arbeitsbedingungen, die dazu beitragen, Notlagen und Ausbeutung zu verhindern. ****

Hakel machte deutlich, dass Politik für den Kultur- und Kreativwirtschaftsbereich Schnittstellenpolitik sei, bei der es Überschneidungen mit Kultur-, Wirtschafts- sowie Sozial- und Technologiepolitik gibt. In Sachen "soziale Absicherung als Standortpolitik" brauche es beispielsweise eine verbesserte Abstimmung der Versicherungssysteme, die Ein-Personen-Unternehmen mit niedrigen Umsätzen nicht behindern, sondern unterstützen. Auch müsste die wachsende Zahl derer, die gemischte Arbeitsverhältnisse haben, besser berücksichtigt werden. Klar sei: "Geht es den Kreativen gut, geht es auch der Kreativwirtschaft gut", unterstrich Hakel.

Zudem benötige die Kreativwirtschaft u.a. Mikrokredite und Zuschüsse, es brauche aber auch eine entsprechende Vorbereitung auf die neuen Förderinstrumente auf EU-Ebene ab 2014, so Hakel. Von zentraler Bedeutung sei weiters die Absicherung der in der Kreativwirtschaft Tätigen - und zwar so, dass "sie heute von ihrer Arbeit leben können und auch später nicht in die Altersarmut abrutschen", sagte Hakel. Wichtig sei es zudem, hochinnovativen Unternehmen ein attraktives Umfeld zu bieten und für gut ausgebildete Nachwuchskräfte zu sorgen, betonte die SPÖ-Bereichssprecherin für die Kreativwirtschaft.

SPÖ-Wirtschaftssprecher Matznetter unterstrich bei der prominent besetzten Podiumsdiskussion die Wichtigkeit der im Rahmen der SPÖ-Klubenquete formulierten Zielsetzungen und Fragestellungen. In der Diskussion warnte Matznetter vor einem falschen Wirtschaftsbild, das unter dem Deckmäntelchen des Versprechens von mehr Freiheit nicht zuletzt auch immer mehr prekär Beschäftigte hervorbringt. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im CCI-Sektor sei daher dringend geboten, so Matznetter bei der Podiumsdiskussion, an der weiters teilnahmen: Alexandra Manske (Humboldt Universität Berlin), Katja Kullmann (Autorin), Werner Brix ("Amici delle SVA") und
Electric Indigo (Musikproduzentin, DJ).

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