bfi Wien: Fachkräfte-Entwicklung auf allen Bildungsebenen - Neues "Kursprogramm Herbst 2012"

Geschäftsführung des bfi Wien präsentiert Kooperation mit der MERKUR Warenhandels AG und verweist auf heimisches Potenzial bei FacharbeiterInnen

Wien (OTS) - Eigentlich sei es eine alte Binsenweisheit, die nur
zu wenig ernst genommen wird: Der Spruch von den Meistern oder auch Profis, die "nicht einfach so vom Himmel fallen". Anders wären die regelmäßigen Debatten über einen Mangel an Fachkräften kaum zu erklären, stellte Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des bfi Wien, am Dienstag fest. Anlass der Pressekonferenz war zum einen die neue Unternehmenskooperation des Berufsförderungsinstituts Wien. Zum anderen stellte Lackinger gemeinsam mit der kaufmännischen Geschäftsführerin des bfi Wien, Dr. Valerie Höllinger, das frisch gedruckte "Kursprogramm Herbst 2012" vor. Zentrale Botschaft war die umfassende Fachkräfte-Entwicklung des bfi Wien - seine bewährte "Durchlässigkeit": Angefangen vom Nachholen des Hauptschulabschlusses über die kaufmännischen Schulen, die (überbetriebliche) Lehre, die FacharbeiterInnen-Intensivausbildung, die Berufsreifeprüfung und seine Werkmeisterschule liefert das bfi Wien bis hinauf zum Fachhochschul-Studium und Führungskräfte-Entwicklung alles aus einer Hand.

Als eine wesentliche Maßnahme, um den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen, soll künftig die Firmenansprache weiter gestärkt werden, so Höllinger, womit sie auf eines der neuen Produkte des Business Service im bfi Wien überleitete. Bis zu 20 MitarbeiterInnen der MERKUR Warenhandels AG werden ab Herbst in den Diplomlehrgang "Geprüfte/r HandelsfachwirtIn mit Hochschulreife" einsteigen, um sich in fünf Semestern berufsbegleitend zum Handelsprofi zu qualifizieren. Diese Weiterbildung wird erstmals in Österreich und exklusiv vom bfi Wien angeboten. Dabei zielt MERKUR nicht nur auf ganz junge MitarbeiterInnen ab, die nach einer Handelslehre, dem Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule oder zumindest drei Jahren einer Berufsbildenden Höheren Schule etwas Berufserfahrung gesammelt haben. Diesen diene die Weiterbildung zum/r HandelsfachwirtIn sicher als Türöffner in Richtung Management, wie Mag. Markus Wachter, Leiter der Personalentwicklung bei MERKUR Warenhandels AG, bei dem Pressegespräch des bfi Wien feststellte, aber genauso interessierten sich bereits erfahrene MERKURianerInnen für das neue Weiterbildungsangebot: "Das spricht auch MarktmanagerInnen mit bis zu 160 MitarbeiterInnen an." Die bis zu 20 InteressentInnen, in die MERKUR jeweils rund 8.000 Euro investiert, erwartet eine umfassende Vertiefung in Bereichen wie Rechnungswesen, Personalentwicklung, Teamführung, Marktanalysen, sowie Recht, Qualitätsmanagement, Marketing & PR. Erfahrungen mit dem/r HandelsfachwirtIn in anderen Ländern, v.a. in Deutschland, seien vielversprechend, weshalb er froh sei, "nun auch in Österreich anschließen zu können", so Wachter. Persönlich freue er sich schon sehr "auf die erste Titelverleihung der HandelsfachwirtInnen in zweieinhalb Jahren". Den AbsolventInnen stehen alle weiterführenden Hochschulausbildungen offen; u.a. bietet sich auch der Weg an die Fachhochschule des bfi Wien an.

Geschäftsbereich Privat- und Firmenkunden des bfi Wien wächst stark

Neben dieser Höherqualifizierung für MitarbeiterInnen des Handels verwies bfi Wien-Geschäftsführer Lackinger auf die Bedeutung des Berufsausbildungszentrums (BAZ), das seit 25 Jahren "Menschen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen zum Lehrabschluss bringt". Es handelt sich dabei um die FacharbeiterInnen-Intensivausbildung -zugänglich ab Volljährigkeit und finanziert aus Mitteln des AMS Wien -, in deren Rahmen derzeit 620 Menschen in 16 Berufen im Schnellverfahren (ca. 13 bis 17 Monate) ausgebildet werden. Und das über die Jahre mit einer Erfolgsquote von bis zu 97 Prozent. Da in Wien nur mehr elf Prozent der Betriebe Lehrlinge ausbilden, sei auch der Wert der Überbetrieblichen Berufsausbildung nicht zu unterschätzen, so Lackinger weiter. Finanziert aus Mitteln der Stadt Wien, des AMS Wien und des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) stehen derzeit 760 Jugendliche in den Werkstätten des bfi Wien, von wo aus sie teilweise noch während der Lehrzeit in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis übernommen oder eben erfolgreich zum Lehrabschluss gebracht werden.

"Viele Menschen kennen das bfi Wien als Anbieter von AMS-Schulungen", knüpfte die kaufmännische Geschäftsführerin Höllinger an, "aber wir stehen auch für ein Angebot von über 3500 Lehrgängen, Kursen und Seminaren für den Privat- und Firmenkundenbereich." Dieses Angebot steckt im neuen "Kursprogramm Herbst 2012", dessen Cover-Gestaltung einmal mehr dem Konzept "Kunst trifft Bildung" folgt: Abgebildet ist die Arbeit "Szintillation" der Wienerin Maria Stimm.

Durch strategische Umstrukturierungen war es möglich, das Potenzial des Bereichs Privat- und Firmenkunden deutlich zu heben, zieht Höllinger auch Bilanz über ihr erstes Jahr in der Geschäftsführung: "Man sieht das in unserem Umsatzplus von 20 Prozent im Jahresvergleich, das wir im ersten Quartal 2012 einfahren konnten." Ein weiterer Ausbau wird forciert.
Mit 1. Juli wird das bfi Wien zudem den neuen Geschäftsbereich "Bildungsprojekte und Kundenmanagement" einrichten. Damit sollen einerseits Förderungen der Ministerien, des waff und des Europäischen Sozialfonds (ESF) anvisiert werden; andererseits geht es laut Höllinger darum, "künftig noch näher an die KundInnen ran zu gehen und noch rascher auf die Bedürfnisse von Mensch und Wirtschaft zu reagieren".

Das "Kursprogramm Herbst 2012" ist ab 26. Juni erhältlich und bereits über die Website des bfi Wien zu bestellen
(http://www.bfi-wien.at/kursprogramm/kursprogramm-bestellen/).
www.bfi-wien.at
http://www.merkurmarkt.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3099/

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