Frauenberger zum Weltflüchtlingstag

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni mahnte die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger ein, Asyl, Zuwanderung und Integration nicht permanent mit Kriminalitätsbekämpfung in einen Topf zu werfen. Frauenberger: "Die Menschen unaufhörlich mit falschen Bildern zu verunsichern und Asylsuchende pauschal als potentiell kriminell zu brandmarken, bereitet den Boden für ein negatives, von Neid und Vorurteilen geprägtes Klima auf", betonte Frauenberger. Hier gelte es, in einem breiten Schulterschluss offensiv für Solidarität, Humanität und gegenseitigen Respekt einzutreten.

Wien bietet umfassende Integrationsbegleitung für anerkannte Flüchtlinge

In diesem Kontext wies Frauenberger explizit auch auf die oftmals schwierige Situation von anerkannten Flüchtlingen hin. Aufgrund der meist lange andauernden Verfahren sei es für viele sehr schwer, den Anschluss an das Leben in ihrer neuen Heimat zu finden, sagte sie. Das gelte ganz besonders für den Arbeitsmarkteinstieg, unterstrich die Wiener Integrationsstadträtin. Frauenberger: "Wir wissen, dass Flüchtlinge über ein zumeist sehr hohes Ausbildungsniveau verfügen. Da sie während der Verfahren aber de facto keine Arbeitsmöglichkeit haben, können sie ihre Kompetenzen über einen längeren Zeitraum nicht nutzen und sich auch nicht auf die aktuelle Erfordernisse des Arbeitsmarktes etwa durch Weiterbildung anpassen." In diesem Zusammenhang bestätige sich daher einmal mehr die Forderung nach der Öffnung des Arbeitsmarktes, so die Stadträtin.

Da Wien das Potenzial aller Menschen, die in dieser Stadt leben, als Chance erkennt, wurde für die Zielgruppe der anerkannten Flüchtlinge eine eigene Beratungsstelle eingerichtet. Personen, die in Wien gemeldet sind und einen anerkannten Flüchtlingsstatus haben, oder subsidiär schutzberechtigt sind, wird eine zeitlich befristete Integrationsbegleitung von rund zwei Jahren angeboten. Diese Hilfe zur Selbsthilfe soll anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte unterstützen, ihr Leben eigenverantwortlich und selbständig zu gestalten. Die Integrationsbegleitung schließt unmittelbar an die Beratung der Grundversorgung an. Konkret beraten und vermittelt wird bei der Suche nach einer Wohnung, einem geeigneten Arbeitsplatz, einer Aus- oder Weiterbildung, einem Deutschkurs sowie einem Schul- oder Kindergartenplatz. Getragen wird die Beratungsstelle vom Verein Interface, gemeinnützige GmbH der Stadt Wien, eine gut funktionierende und anerkannte Einrichtung mit enorm großen Know How in der praktischen Integrationsarbeit.

Frauenberger abschließend: "Unser integrationspolitisches Ziel ist es jedenfalls, dass alle WienerInnen in Vielfalt respektvoll zusammenleben und eine gemeinsame Sprache sprechen - das alles getragen von einer klaren Haltung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit." (schluss) gph

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