Korun zu Weltflüchtlingstag: Das Sterben im Mittelmeer endlich stoppen!

Parlamentarischer Menschenrechtsausschuss beschäftigt sich am Weltflüchtlingstag mit solidarischer Asylpolitik

Wien (OTS) - "Alleine im letzten Jahr sind 1.500 Flüchtlinge beim Versuch nach Europa zu kommen im Mittelmeer ertrunken. Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen, wenn die EU statt pauschaler Flüchtlingsabwehr eine solidarische und nachhaltige Asylpolitik betreiben würde", kritisiert die Grüne Menschenrechtssprecherin und Vorsitzende des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses, Alev Korun.

"Daher werden wir im parlamentarischen Menschenrechtsausschuss, der am morgigen Weltflüchtlingstag zusammentritt, mit Innenministerin Mikl-Leitner u.a. über eine nachhaltige und solidarische Flüchtlingspolitik in der EU diskutieren. Die Innenministerin muss auf EU-Ebene mit aller Kraft für eine solche Flüchtlingspolitik eintreten, damit das tägliche Sterben im Mittelmeer ein Ende nimmt", sagt Korun.

"Nachhaltige Flüchtlingspolitik bedeutet Krisenprävention in den Herkunftsländern und die Möglichkeit einer legalen Einreise und Antragstellung von Schutzsuchenden, damit sie nicht Schleppern ausgeliefert sind. Außerdem braucht es einheitliche Standards im Asylverfahren in allen 27 EU-Ländern. Solange ein äthiopischer Flüchtling in Schweden eine 90-prozentige Change auf Asyl hat, in Polen aber gar keine, können wir von keiner guten Asylpolitik sprechen. Nur ein Bruchteil der weltweiten Flüchtlinge kommt nach Europa. Diese menschenwürdig zu behandeln und zu versorgen, ist mit vereinten europäischen Kräften gut machbar", schließt Korun.

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