Flüchtlingsschutz ist humanitäre Verpflichtung

Volkshilfe Präsident Weidenholzer zum Weltflüchtlingstag

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages erinnert Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer an das Leid der 42,5 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind: "Vier von fünf Menschen, die vor Krieg, Hunger oder Umweltkatastrophen fliehen mussten, leben in Entwicklungsländern. Nur ein geringer Prozentsatz erreicht das reiche Europa. Uns solidarisch zu zeigen, sowohl mit den Menschen, die zu uns kommen als auch mit den Flüchtlingen in anderen Ländern, ist eine humanitäre Verpflichtung."

Nothilfeprojekt in Burkina Faso gestartet

Aktuell engagiert sich die Volkshilfe gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Solidar Suisse in einem Nothilfeprojekt für 2.000 Kinder in Burkina Faso. Die Hungerkrise in der Sahelzone hat sich durch die 61.700 malischen Menschen, die die aufgrund des Konflikts im Land ins Grenzgebiet von Burkina Faso geflüchtet sind, noch verschärft. "Die Situation der Menschen in der Sahelzone verschlechtert sich Tag für Tag dramatisch. 18 Millionen Menschen sind vom Hunger betroffen. Darunter 1,3 Millionen Kinder. Es ist unsere Pflicht aktiv werden, um diesen Menschen zu helfen", sagt der Volkshilfe Präsident.

Arbeitsschwerpunkte in Oberösterreich und Wien

In Österreich betreibt die Volkshilfe Einrichtungen für AsylwerberInnen in Wien und Oberösterreich, unterstützt anerkannte Flüchtlinge beim Start in ihrer neuen Heimat und führt ein Therapiezentrum für traumatisierte Flüchtlinge. "Noch immer liegt beim Flüchtlingsschutz vieles im Argen", kritisiert Weidenholzer und bekräftigt die Forderungen nach einem Arbeitsmarktzugang für AsylwerberInnen: "AsylwerberInnen haben de facto keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Auch wenn sie jahrelang auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, haben sie keine Chance, für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen. Hier Hürden abzubauen, würde die Menschen unabhängig von Leistungen des Staates machen. Außerdem könnten wesentliche Schritte für eine spätere Integration frühzeitig gesetzt werden und vorhandene Potenziale genutzt werden", so Weidenholzer.

Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. "Unsere Solidarität ist gefragt am Weltflüchtlingstag und jeden Tag, denn die Verantwortung für Menschen auf der Flucht lässt sich nicht abschieben", sagt Weidenholzer abschließend.

Ztwl.: European Umbrella March

Am 20. Juni findet in Wien, Salzburg, Linz, St. Pölten und Klagenfurt der European Umbrella March statt. Regenschirme symbolisieren den Schutz für Flüchtlinge. In Wien startet der Marsch um 18:00 auf der Freyung, in Salzburg um 12:30 am Mirabellplatz, in St. Pölten um 11:00 am Riemerplatz und in Klagenfurt um 18:00 Alter Platz.

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