Gudenus zu Kindesmissbrauch-Kommission: Schützt Rathaus-SPÖ Täter?

Kommission kommt nur sehr langsam voran, MA2 behindert die Arbeiten

Wien (OTS/fpd) - Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus äußerte sich zum gestern präsentierten Zwischenbericht der Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Wiener Kinderheimen kritisch. Die Kommission arbeite zu langsam, die MA2 behindere die Aufklärung mit fadenscheinigen Argumenten hinsichtlich Datenschutz.

"Die Aufklärungsarbeiten kommen äußerst schleppend voran. Ich will der Kommission nicht den guten Willen absprechen, auch wenn sie sich nicht besonders ambitioniert zeigt. Aber das Verhalten der MA2 grenzt an Sabotage", kritisiert Gudenus die Verwaltungsbehörde, die wichtige, für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen notwendige Personalakten von Heimleitern und Erziehern zurückhält oder nur geschwärzt weitergibt.

Der Klubobmann weiter: "Das sieht sehr danach aus, dass die MA2 von der Rathaus-SPÖ bewusst angehalten wird, Täter zu schützen. Das ist ungeheuerlich, aber aus Sicht der SPÖ politisch nachvollziehbar, sind doch langjährige und mit allen Ehren versehene Parteigänger unter ihnen".

Gemeint ist etwa der 2009 verstorbene Manfred Jochum, ehemaliger Hörfunkdirektor des ORF und Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien, der in seiner Zeit als Erzieher in Wiener Kinderheimen von mehreren Opfern als einer der brutalsten Peiniger identifiziert wurde (es gilt die Unschuldsvermutung).

"Ich rufe die Wiener SPÖ und die zuständigen Behörden dazu auf, der Kommission volle Unterstützung zu gewähren und aktiv an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle mitzuarbeiten, auch wenn dabei zum Vorschein kommt, dass so mancher honorig geglaubte Parteifreund sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht hat" schließt Gudenus.

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