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"Vatileaks": Ermittelnde Kardinäle haben 23 Personen vernommen

Befragte zählen aber laut Vatikansprecher Lombardi nicht notwendigerweise zum Kreis der Verdächtigen in der Affäre um die Weitergabe vertraulicher Dokumente

Vatikanstadt, 18.06.12 (KAP) Die von Papst Benedikt XVI. zur Untersuchung der "Vatileaks"-Affäre eingesetzte Kardinalskommission hat bislang 23 Personen vernommen. Unter den Befragten seien der vor vier Wochen verhaftete päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele sowie leitende Mitarbeiter des Vatikan, sagte dessen Sprecher Federico Lombardi am Montag. Medienberichte, die Kardinalskommission habe dem Papst am Samstag während einer Audienz Namen von Hintermännern und Komplizen Gabrieles genannt, wies der Vatikansprecher zurück. Weder das vatikanische Gericht noch die Kardinalskommission hätten Informationen über Hintermänner oder Komplizen weitergegeben. Entsprechende Medienberichte seien eine "hypothetische Konstruktion ohne Fundament".

Auch die Behauptung, einige pensionierte Leiter von Kurienbehörden hätten im Rahmen der Ermittlungen keine schlüssigen Erklärungen vorbringen können, stimme nicht mit den Tatsachen überein, sagte der Vatikansprecher.

Nach Lombardis Angaben wurden sowohl Laien als auch Kleriker von den Kardinälen befragt. Die dreiköpfige Kommission ermittle auf "allen Ebenen" und in alle Richtungen. Auch Personen, die nicht im Vatikan arbeiteten, seien angehört worden, so der Vatikansprecher.

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