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Verhandlungen zum Journalisten-KV gescheitert

Gewerkschaft provoziert nach 31 Verhandlungsrunden Abbruch der Verhandlungen

Wien (OTS) - "So etwas habe ich in meiner 22-jährigen Managementkarriere noch nicht erlebt. Mit dieser Vorgangsweise der Gewerkschaft werden alle Grundsätze der sozialpartnerschaftlichen Verhandlungsführung über Bord geworfen", zeigt sich Hermann Petz, Chef-Verhandler der Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), bestürzt über das Vorgehen der Gewerkschaft GPA-djp bei den Verhandlungen zum Journalisten-KV.

"Wir haben am 22. April 2009 das erste Grundsatzpapier übergeben und seitdem 31 Verhandlungsrunden geführt. In den vergangenen 3,5 Jahren intensiver Verhandlungen wurde Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite über die wichtigsten Kernpunkte erzielt: Geltungsbereich des KV insbesondere mit Integration der Online-Redaktionen, Arbeitszeitregelung auf Basis einer 5-Tage-Woche, erhebliche Qualitätsverbesserung bei der Journalistenausbildung und Neuschaffung einer umfassenden Sabbatical-Regelung von bis zu einem Jahr." Ebenso wurde konsensual das Zieldatum zum Verhandlungsabschluss mit 30.6.2012 außer Streit gestellt.

Bei der heutigen 31. Verhandlungsrunde wurde von der Gewerkschaft ein Abbruch provoziert: "Es wurde seitens der Gewerkschaft völlig überraschend ein komplett anderes Gehaltsschema verlangt, das ihrem eigenen Forderungspapier vom 20.6.2011, welches sie noch bei der letzten Runde am 12.6.2012 neuerlich bestätigt hatte, widerspricht. Diese Forderung läuft dem großen Ziel, der Integration der Online-Redaktionen in den Journalisten-KV, völlig zuwider und konterkariert die bereits erzielte Einigung. Bei der Höhe der Gehälter lagen die Vorstellungen der Verhandlungsteilnehmer lediglich 50 bis 150 Euro auseinander", unterstreicht Petz.

"Wir haben diese Verhandlungen mit besonderer Geduld geführt und weit reichende Zugeständnisse gemacht. Ich bin maßlos enttäuscht über das heutige Vorgehen der Gewerkschaft. Schade um diesen greifbaren Abschluss zum Wohle aller Mitarbeiter", schließt Petz.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Österreichischer Zeitungen
Mag. Andreas Csar
Tel.: +43 1 533 79 79 - 419
Mobil: +43 664 33 29 419
Email: andreas.csar@voez.at

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