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WKÖ-Gleitsmann: "Asylwerber am Arbeitsmarkt teilhaben lassen"

Wirtschaft profitiert von Arbeitskräften aus dem In- und Ausland - keine Verdrängung am österreichischen Arbeitsmarkt

Wien (OTS/PWK402) - "Österreichs Wirtschaft profitiert vom
Know-How und Können in- und ausländischer Fachkräfte. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind die Kenntnisse und Fähigkeiten von Arbeitskräften aus dem Ausland herzlich willkommen", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Derzeit dürfen jugendliche Asylwerber in Österreich keine Lehre absolvieren, und erwachsene Asylsuchende haben - mit Ausnahme von Saison- und Erntearbeiten - keinen Zugang zum regulären Arbeitsmarkt.

Gleitsmann: "Der Wirtschaft ist es ein Anliegen, dass Asylwerber rascher in den Arbeits- und Bildungsmarkt integriert werden. Wir fordern daher, dass Asylwerber nach 6 Monaten eine Beschäftigungsbewilligung erhalten sollen. Damit gibt man nicht nur den betroffenen Menschen die Möglichkeit, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen, sondern unterstützt auch die heimischen Unternehmen, die immer stärker unter dem zunehmenden Mangel an Fachkräften leiden". Im Herbst 2011 haben sich auch die Sozialpartner im Rahmen des Bad Ischler Dialoges darauf geeinigt, für einen erleichterten Arbeitsmarktzugang einzutreten und Asylwerbern auch eine Lehrausbildung möglich zu machen.

Da für die Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung Voraussetzung ist, dass für die konkret zu besetzende Stelle keine geeignete Arbeitskraft zur Verfügung steht, komme es zu keiner Verdrängung am heimischen Arbeitsmarkt. "Vielmehr können schwer zu besetzende Stellen, etwa im Gesundheitsbereich, leichter besetzt werden", so der WKÖ-Experte.

Mit der Rot-Weiß-Rot-Karte und der dazugehörigen Mangelberufsliste sei ein Meilenstein gelungen, um Österreich für Fachkräfte aus Drittstaaten attraktiv zu machen. "Wir müssen uns aber auch darum bemühen, das bereits im Land vorhandene Arbeitskräftepotenzial auszuschöpfen. Das schafft eine Win-Win-Situation für Arbeiternehmer, Wirtschaft und Staat gleichermaßen", so Gleitsmann abschließend. (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Mag. Margit Kreuzhuber
Tel.: T:(+43) 0590 900-4532, F:(+43) 0590 900-3588
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