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Preisstabilität bei Strom in Österreich ist Europaspitze

Energiepreis im europäischen Durchschnitt, Netztarife unter Durchschnitt und Steuerbelastung überdurchschnittlich

Wien (OTS) - Die Preisstabilität bei Strom in Österreich war im vergangenen Jahr vorbildlich. Österreich und Luxemburg waren die einzigen Länder der EU15, die 2011 im Durchschnitt sinkende Strompreise aufwiesen. Das ergab der European Residential Energy Price Report, der von der Beratungsgesellschaft VaasaETT erstellt wird. "Die Preise für den Energieanteil an der Stromrechnung in Österreich liegen genau im europäischen Durchschnitt, die Netzgebühren sind im internationalen Vergleich viel niedriger, die Steuern und Abgaben dagegen überdurchschnittlich hoch", beschreibt Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie das Studienergebnis.

Österreichs Strompreise sanken laut dem Report, der unter anderem die Basis für den Strompreisvergleich HEPI der E-Control bildet, im vergangenen Jahr um ein Prozent. Sinkende Preise gab es sonst nur noch im kleinen Luxemburg. Ganz anders die Situation in Finnland, wo die Strompreise 2012 um 20 Prozent stiegen und in Spanien mit einem Plus von 15 Prozent. Schmidt: "Insgesamt zeigt die Entwicklung im Jahr 2011, dass die Preise in Europa mit sieben Prozent durchschnittlich doppelt so stark gestiegen sind wie die Inflation. Die Strompreise in Österreich wirkten damit inflationsdämpfend, ganz im Gegenteil zu anderen Energiepreisen." VaasaETT nennt für 2012 einen Stromvergleichs-Gesamtpreis von 19,33 Cent in Österreich, der sich allerdings auf die Ballungszentren konzentriert.

Im Europavergleich entfielen 44 Prozent des Strompreises auf den reinen Energieanteil, 31 Prozent auf Netzentgelte und -Gebühren und 26 Prozent auf Steuern und Abgaben. In Österreich lagen die Energiepreise mit ebenfalls 44 Prozent vom Gesamtpreis genau im Europa-Schnitt. Die Steuern und Abgaben waren dagegen mit 30 Prozent überdurchschnittlich hoch. Einen im europäischen Vergleich sehr geringen Anteil am Strompreis haben hierzulande die Komponenten der Netzfinanzierung mit 26 Prozent.

Über Oesterreichs Energie

Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen und informieren die Öffentlichkeit über Themen der Elektrizitätsbranche.

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