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HABIT feiert 10+-Jahre

Das Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam ist Vorreiter in der Betreuung von schwer mehrfachbehinderten Menschen. Der FSW bezeichnet die Selbst- und Mitbestimmung als richtungsweisend.

Wien (OTS) - Seit Anfang 2000 leistet das Haus der
Barmherzigkeit Integrationsteam (HABIT) Pionierarbeit bei der Ausgliederung von schwer mehrfach behinderten Menschen aus stationären Pflegeeinrichtungen in familienähnliche Wohngemeinschaften. Heuer feiert HABIT sein 10+ Jahres-Jubiläum. Höhepunkte waren eine vielbeachtete Fachtagung im Jänner zum Thema "Inklusion" sowie ein Geburtstagsfest im Wiener Rathaus am vergangenen Sonntag.

Bestnoten für HABIT
Der Fonds Soziales Wien (FSW) begutachtete in den letzten Monaten sämtliche Wiener Tageszentren. In einem Auditbericht wird die Umsetzung von Qualitätskriterien bewertet, HABIT erzielte in allen 17 Kategorien die Bestnote eins. Insbesondere die Umsetzung der Selbst-und Mitbestimmungsrecht der schwer mehrfachbehinderten KlientInnen in den vier Basalen Tageszentren von HABIT wurde hervorgehoben: Diese wird aus Sicht des FSW beeindruckend gelebt und kann als richtungweisend angesehen werden.

Gemeinwesenintegrierte Betreuung
HABIT betreut insgesamt 260 KlientInnen in vierzehn Wohngemeinschaften und vier Basalen Tageszentren in Wien und Niederösterreich. Alle KlientInnen benötigen basale (grundlegende) Unterstützung bei der Wahrnehmung von Körper und Umgebung.Der Großteil von ihnen kommuniziert ausschließlich nonverbal (ohne Sprache) mittels unterstützter Kommunikation.

UN-Konvention muss von Österreich erfüllt werden
HABIT beweist seit zehn Jahren, dass auch für behinderte Menschen mit hoher Pflegebedürftigkeit Leben in familienähnlichen Wohngemeinschaften möglich ist. Leider decken aber in Österreich noch immer Einrichtungen mit über 100 BewohnerInnen 25% des Wohnangebotes für Menschen mit schweren Behinderungen ab. "Großeinrichtungen stehen im deutlichen Widerspruch zum Inklusionsgebot der UN-Konvention. Hier wird es in den nächsten Jahren zu einem Umdenken kommen und zu einer echten Wahlfreiheit beim Thema Wohnen kommen müssen", fordern die beiden HABIT-Geschäftsführer Wolfgang Waldmüller und Mag. Gabriele Hetzmannseder. Deinstitutionalisierungsprojekte wie HABIT können hier einen Weg in die Zukunft weisen.

Fotos zur honorarfreien Verwendung gerne nach Rückfrage.

Rückfragen & Kontakt:

Haus der Barmherzigkeit
Mag. Eva Bauer
Tel.: +43/1/40 199 DW 1323 oder +43/664/8270784
eva.bauer@hausderbarmherzigkeit.at
http://www.hausderbarmherzigkeit.at

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