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Schmied denkt ebenfalls zu "Kurz"

Geldstrafen über Schüler_innnen und Lehrlinge zu verhängen, hält niemandem vom Schwänzen ab!

Wien (OTS) - Nachdem der Vorschlag von Integrationsstaatssekretär Kurz, Schulschwänzer_innen sollten 1.500 Euro Strafe zahlen, wieder in der Medienlandschaft versickert ist, beinhaltet nun das Maßnahmenpaket der Bildungsministerin eine Verdopplung der Buße auf 440 Euro. Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen reagiert empört: "Es wird daraus hinauslaufen, dass Schüler und Schülerinnen noch eher die Schule offiziell abbrechen, um diese Strafe nicht zu zahlen."

Zwar würden diese 440 Euro nur als die letzte Konsequenz gelten, Gabrielli zeigt sich jedoch skeptisch. "Hier wird reine Symptombekämpfung betrieben. Zwar sind die verpflichteten Gespräche, schriftlicher Vereinbarung und Einbeziehung von Schüler_innenberatung und Schulpsycholog_innen Ansätze, die durchaus dazu führen können, die Ursachen herauszufinden. Geändert wird dadurch jedoch nichts. Viele Schüler und Schülerinnen haben Angst in die Schule zu gehen. Gründe dafür sind häufig Leistungs- und Notendruck sowie in vielen Fällen Mobbing."

"Wir dürfen nicht die Opfer eines maroden Schulsystems bestrafen, sondern die Umstände an den Schulen ändern, sodass Schüler_innen gerne zur Schule gehen und Lernen auch wirklich Spaß macht", appelliert Gabrielli abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Tatjana Gabrielli
AKS Bundesvorsitzende
Tel: +43 664 186 5154
Mail: tatjana.gabrielli@aks.at
Web: aks.at

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