Zum Inhalt springen

ÖH zu PädagogInnenbildung: Verantwortung wird auf Regionalteams abgeschoben

gesetzliche Rahmenbedingungen fehlen weiterhin

Wien (OTS) - Heute findet unter Federführung des Entwicklungsrats ein erstes Treffen für die Konstituierung sogenannter "regionaler Entwicklungsteams" statt, die die bisher ungeklärte Institutionenfrage innerhalb ihrer Region individuell lösen sollen und mit der Weiterentwicklung der PädagogInnenbildung betraut werden, ohne dass die Regierung die rechtlichen Rahmenbedingungen für echte Reformen schafft. "Zum heutigen Treffen sind nur Rektoratsangehörige geladen, also wieder einmal nicht alle Betroffenen - wie allen voran die Lehramtsstudierenden. Wir fordern ein, dass der Entwicklungsrat zu dem steht, was er bereits versprochen hat: nämlich die Lehramtsstudierenden in den Prozess miteinzubeziehen Wir fordern von den zukünftigen EntscheidungsträgerInnen in den Entwicklungsteams umzusetzen, was der Entwicklungsrat uns zugesichert hat: dass auch VertreterInnen der Lehramtsstudierenden einen Fixplatz in diesen Gremien erhalten", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

"An den angedachten Regionalteams ist zu kritisieren, dass es sich wieder einmal um ein komplettes Abwälzen der Verantwortung in die Autonomie und auf regionale Strukturen handelt. Die Ministerien müssen sich zu einer einheitliche hochwertige PädagogInnenbildung durchdringen und entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Anstatt jedoch die Institutionenfrage zu lösen scheinen nun auch die Fachhochschulen als Trägerinstitutionen für die PädagogInnenbildung nicht mehr ausgeschlossen zu werden", erklärt Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.

"Es fehlt also weiterhin an einem durchdachten Gesamtkonzept. Die ÖH hat ein derartiges, allumfassendes Modell erarbeitet, das den hohen Anforderungen an die PädagogInnenbildung gerecht wird", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär. "Wir vertreten ein Konzept, das eine durchgängige, fünfjährige tertiäre Ausbildung für alle PädagogInnen beinhaltet - von der Elementarpädagogik an. Wir sind gerne bereit, unsere Expertise und Erfahrung in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen - fürs erste braucht es aber die Möglichkeit dazu, also die Miteinbeziehung der direkt und potentiell Betroffenen in den Diskussions- und Entscheidungsprozess."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
johanna.griesmayr@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001