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AK Preismonitoring: Plastikgeld - Achtung, Spesenfalle! 1

Im Nicht-Euro-Raum sind beim Bezahlen und Beheben in Fremdwährung immer Spesen zu zahlen - Abhebung mit Kreditkarte auch im Inland und somit Euro-Raum kostspielig

Wien (OTS) - Mit der Karte im Urlaub zahlen, geht einfach und schnell. Wer die Kredit- oder Bankomat-Karte in einem Nicht-Euro-Land zückt, muss mitunter mit hohen Spesen rechnen. In einem Euro-Land fallen nur beim Beheben von Bargeld mit der Kreditkarte Spesen an. Das zeigt ein AK Test bei American Express, Card Complete (Visa, MasterCard), Diners Club und PayLife (Visa und MasterCard).

So kann man klassische Kreditkarten bereits um eine Jahresgebühr von 18,17 Euro haben, Karten mit Zusatzleistungen, etwa Versicherungsschutz gibt es ab 54,50 Euro. Wer mit der Kreditkarte im Nicht-Euro-Raum einkauft, hat Manipulationsgebühren von 1,5 bis zu zwei Prozent vom eingekauften Betrag. "Bargeld abheben mit der Kreditkarte kommt teuer. Im Inland und somit im Euro-Raum fallen drei Prozent vom abgehobenen Betrag an, mindestens aber 2,50 bis vier Euro", warnt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. "Wer im Nicht-Euro-Raum abhebt, hat zusätzlich zu den Spesen noch eine Manipulationsgebühr."

Günstiger ist die Bankomatkarte. Da fällt weder beim Abheben noch beim Einkaufen eine Gebühr in Euro-Ländern an. Wer außerhalb des Euro-Raumes urlaubt, zahlt bei der Abhebung von Bargeld Spesen (0,75 Prozent zuzüglich 1,82 Euro) und beim Bezahlen (0,75 Prozent zuzüglich 1,09 Euro).

PayLife und Card Complete bieten auch Prepaid-Karten an - die Leistungen und Kosten sind sehr unterschiedlich. Sie müssen mit einem Guthaben aufgeladen werden. Fürs Aufladen werden Spesen bis zu einem Prozent des Ladebetrages verrechnet, wobei es manchmal Mindest-Aufladesummen gibt. Es ist keine oder eine niedrige Kartengebühr zu zahlen. Die Spesen beim Zahlen und Geld abheben im In- und Ausland sind unterschiedlich hoch. Der Vorteil: Nur ein gewisser aufgeladener Betrag ist im Urlaub verfügbar, daher ist die Karte auch gut für Jugendliche geeignet. Nachteilig ist, dass hohe Kosten beim Aufladen und Verbrauch entstehen. Wenn die Karte länger nicht benutzt wird, liegt das Guthaben unverzinst.

Zgubic warnt vor dem Kursrisiko beim Zahlen im Ausland. Aufgrund von schwankenden Wechselkursen kann die tatsächliche Belastung von der ursprünglich angenommenen abweichen. Denn die Umrechnung erfolgt nämlich zum Kurs des Tages, an dem der Umsatz bei der Kreditkartengesellschaft zur Verrechnung eintrifft und nicht zum Datum des Einkaufes.

(Forts.)

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