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Staatssekretär Waldner sieht Rio+20 als Chance für Umwelt und nachhaltige Entwicklung

Wien (OTS) - "Der Gipfel von Rio 1992 brachte eine globale Bewusstseinsbildung, dass uneingeschränkte Entwicklung unsere Umwelt nicht nur gefährden, sondern unwiederbringlich zerstören kann. Gleichzeitig darf aber gerade Entwicklung für die Ärmsten und Umwelt kein Widerspruch sein, weshalb man sich damals auf die 3 Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung: Umwelt, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Entwicklung geeinigt hat", hielt Staatssekretär Wolfgang Waldner anlässlich des Auftakts seiner Reise zum Rio+20 Gipfel fest.

20 Jahre später würden diese Prinzipien mehr denn je gelten. 50.000 Vertreter von Regierungen, dem Privatsektor, der Wissenschaft und NGOs kämen zusammen, um dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung neue Dynamik zu verleihen. "Wir müssen Konzepte entwickeln, wie unser Planet trotz steigender Weltbevölkerung "gesund" werden und für alle Menschen dieser Erde weiterhin Nahrung und eine sichere Lebensgrundlage liefern kann", betonte Waldner. Dementsprechend sei Rio daher nicht nur eine globale Umweltkonferenz, sondern auch eine Entwicklungskonferenz.

"Nur wenn es uns gelingt, Umwelt mit Entwicklung und Wachstum in Einklang zu bringen, wird es uns gelingen, Armut ohne weiteren Raubbau an unserer Natur zu reduzieren. Daher wird eine unsere vordringlichsten Aufgaben dieses Gipfels die Entwicklung und Definition von nachhaltigen Entwicklungszielen sein, die auf die Millenniums-Entwicklungsziele abzustimmen sind", erläuterte der Staatssekretär.

"Zusätzlich werden wir uns auch für das Konzept der "Grünen Wirtschaft" einsetzen. Eine Wirtschaft, die auf Erhaltung und nicht auf Ausbeutung unseres Planeten ausgerichtet ist und ein ressourcenschonendes und energieeffizientes Wirtschaftswachstum, das schädliche Umweltemissionen möglichst gering hält", erklärte Waldner.

Rio+20 solle ebenfalls Klarheit schaffen, wie die 3 Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung im institutionellen Gefüge der Vereinten Nationen am besten koordiniert und integriert behandelt werden können.

"Wir möchten uns in Rio besonders mit unserer Expertise in den Bereichen "Nachhaltige Energie für Alle" und Wasser einbringen und sicherstellen, dass im Entwicklungsprozess auch auf benachteiligte Gruppen, v.a. Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen, besondere Rücksicht genommen wird", betonte der Staatssekretär.

"Ich persönlich freue mich, dass in die Vorbereitungen in Österreich auch die Zivilgesellschaft intensiv eingebunden war und dass der österreichischen Delegation in Rio sowohl Jugendvertreter als auch Vertreter von Nichtregierungsorganisationen angehören", so Waldner. Die Einbindung der Zivilgesellschaft in solche Prozesse ist dem Außenministerium seit vielen Jahren ein Anliegen. "Das aktuelle Beispiel zeigt, dass hier große Fortschritte erzielt werden konnten. Es ist wichtig, dass alle Gruppen unserer Gesellschaft an einem gemeinsamen Strang ziehen, um unsere Welt vor allem auch für zukünftige Generationen zu einer lebenswerten zu machen", hielt der Staatssekretär abschließend fest.

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