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ARIAD gibt Aktualisierung der klinischen Daten aus der PACE-Zulassungsstudie des getesteten PAN-BCR-ABL Inhibitors Ponatinib bekannt

Amsterdam Und Cambridge, Massachusetts (ots/PRNewswire) -

Widerstandsfähige, anti-leukämische Aktivität bei CML-Patienten, die gegen existierende Tyrosinkinase-Inhibitoren resistent sind oder diese nicht vertragen

54 % grosse zytogenetische Reaktionen und 30 % grosse molekulare

Reaktionen bei stark vorbehandelten Patienten mit chronischer CML

Daten unterstützen ARIADs Antrag auf Zulassung von Ponatinib in Europa durch die EMA ARIAD Pharmaceuticals, Inc. gab heute die Aktualisierung der klinischen Daten aus der PACE-Zulassungsstudie des an Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie (CML) oder mit Philadelphia-positiver akuter lymphatischen Leukämie (Ph+ALL) getesteten PAN-BCR-ABL Inhibitors Ponatinib bekannt, die gegen Dasatinib oder Nilotinib resistent sind oder diese nicht vertragen oder die die T315I Mutation haben. Die Ergebnisse zeigen, dass 54 % der Patienten mit chronischer CML, einschliesslich 70 % der Patienten, die die T315I Mutation haben, grosse zytogenetische Reaktionen aufzeigten. Die Daten der PACE-Studie wurden am Sonntag um 8.30 Uhr (MESZ) in Form eines Vortrags während der diesjährigen European Hematology Association (EHA) Jahreskonferenz in Amsterdam (Niederlande) präsentiert. ARIAD wird im dritten Quartal 2012 die auf diesen Daten basierende Zulassung Ponatinibs in Europa und in den Vereinigten Staaten beantragen. "Die Daten aus der PACE-Zulassungsstudie zeigen die widerstandsfähige, anti-leukämische Aktivität Ponatinibs bei Patienten mit CML in allen Stadien, die gegen Dasatinib oder Nilotinib resistent sind oder diese nicht vertragen oder die die T315I- Mutation haben, eine seltene Form von CML für die es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt," sagt Jane F. Apperley, Professorin und Leiterin des Department of Hematology am Imperial College und Leiterin des Department of Clinical Hematology am Imperial College Healthcare NHS Trust in London, Grossbritannien. "Es wurden klinische Reaktionen auf Ponatinib bei Patienten unabhängig von deren Mutations- oder Krankheitsstadium festgestellt. Dabei scheint es sich um langlebige Reaktionen zu handeln; 93 % der Patienten mit chronischer CML werden voraussichtlich nach einem Jahr noch zytogenetische Reaktionen aufzeigen, was das Potenzial Ponatinibs deutlich macht." CML ist eine Krebserkrankung der weissen Blutzellen, die jährlich bei ca. 7.000 Patienten in Europa diagnostiziert wird.[1] CML ist eine Form von Leukämie, die durch erhöhtes und unkontrolliertes Wachstum von vorwiegend myeloiden Zellen im Knochenmark und durch die Ansammlung dieser Zellen im Blut geprägt sind. Das genetische Kennzeichen CMLs ist das Philadelphia-Chromosom, eine Abnormalität, die durch die Fusion von BCR- und ABL-Genen entsteht, auch bekannt als Philadelphia chromosome positive CML, oder Ph+CML.[2] Behandelt wird CML meist mit Hilfe einer zielgerichteten Therapie, eines Tyrosinkinase-Inhibitors (z.B. Imatinib, Dasatinib oder Nilotinib), mit anschliessender Chemotherapie bei Fortschreiten der Erkrankung.[3] Ph+ALL ist ein Subtyp der akuten lymphoblastischen Leukämie, der das Ph+-Chromosom trägt, das das Fusionsgen BCR-ABL produziert. Dieses ist bekannt für seinen aggressiven Krankheitsverlauf (mehr noch als CML) und wird oft mit einer Kombination von Chemotherapie und TKI behandelt. Da beide Krankheiten das BCR-ABL-Protein exprimieren, wären beide möglicherweise empfänglich für die Behandlung mit Ponatinib. Ziel der Behandlung beider Krankheiten ist die Remission der Erkrankung durch die Verminderung von Ph+-Leukämiezellen sowie eine grosse zytogenetische Reaktion (major cytogenetic response, MCyR) (weniger als 35 % Ph+-Zellen) oder eine komplette zytogenetische Reaktion (complete cytogenetic response, CCyR) (keine Ph+-Zellen). Ein weiteres Ziel ist eine molekulare Reaktion, da sich auch nach einer zytogenetischen Reaktion noch Leukämiezellen im Blut befinden können, die mittels klassischer Zytogenetik nicht erkennbar sind.[4] Im Laufe der Zeit können Patienten Resistenz oder Unempfindlichkeit gegen derzeit existierende zielgerichtete Therapien (TKI) entwickeln, was die die Remission der Erkrankung beeinflussen kann.[5] "Es bedarf neuer und effektiver Behandlungsmethoden, um Patienten mit CML dabei zu helfen, eine optimale Reaktion auf Therapien zu erreichen und zu erhalten. Im Laufe der Zeit stellen Resistenz oder Unempfindlichkeit gegen existierende TKI-Therapien ein Problem für eine signifikante Patientengruppe dar" sagt Sandy Craine, Gründerin und Direktorin der The CML Support Group. "Daten der PACE-Studie zeigen, dass Ponatinib verspricht, eine potenzial Therapie für schwierigere Fälle darzustellen, einschliesslich für Patienten mit der multiresistenten T315I Mutation. Dies sind unserer Meinung nach sehr positive Neuigkeiten für diese schwer zu behandelnde Patientenpopulation." Aktualisierte Ergebnisse vorgetragen auf der EHA

  • Studienentwurf
  • Daten im Hinblick auf die Wirksamkeit wurden erzielt bei der Behandlung von 444 Patienten in sechs vorgegebenen Kohorten, denen oral einmal täglich 45 mg Ponatinib verabreicht wurde.
  • Patienten wurden einem Kohort zugewiesen basierend auf der Krankheitsphase (chronische Phase, beschleunigte Phase, Explosionsphase CML/Ph+ALL) und des T315I Mutationsstatus (mit oder ohne Mutation), in welchen sich die Patienten befanden.
  • Dreiundneunzig Prozent der Patienten in dieser Studie wurden mindestens zwei Tyrosinkinase-Inhibitoren vor Studienaufnahme verabreicht. Fünfundachtzig Prozent der Patienten wurden drei oder mehr Tyrosinkinase-Inhibitoren vor Studienaufnahme verabreicht.
  • Patienten im chronischen Stadium wurden etwa alle drei Monate eine Knochenmarkprobe zur Bestimmung der zytogenetischen Reaktion entnommen. Die Resultate aller 444 in der Studie behandelten Patienten basieren auf den verfügbaren Reaktionsdaten der letzten sechs Monate.
  • Der T315I Mutationsstatus wurde mit Hilfe eines standardisierten Sanger-Tests der Firma MolecularMD in Portland, OR, festgestellt.

  • Patienten mit CML im chronischen Stadium, die in die Auswertung der zytogenetischen Reaktionen mit einbezogen wurden (N=267)
  • Auf der Grundlage der Beurteilung aller Patienten im chronischen Stadium, die in die Auswertung mit einbezogen wurden, erreichten 54 % (144 von 267) Patienten eine grosse zytogenetische Reaktion (MCyR), 44 % erreichten eine komplette zytogenetische Reaktion (CCyR). Die Folgeuntersuchung der Patienten im chronischen Stadium wird Median nach 10,1 Monaten vorgenommen. MCyR ist der primäre Endpunkt für Patienten im chronischen Stadium in dieser Zulassungsstudie für Ponatinib.
  • 70 % (45) der 64 in die Auswertung mit einbezogenen Patienten im chronischen Stadium mit der T315I Mutation erreichten eine MCyR, 66 % eine CCyR. Die MCyR-Rate der in die Auswertung mit einbezogenen Patienten im chronischen Stadium ohne die T315I Mutation betrug 49 % (99 von 203).
  • Dreissig Prozent (79 der 267) Patienten im chronischen Stadium erreichten eine grosse molekulare Reaktion (MMR). 50 % (32 der 64) Patienten im chronischen Stadium mit der T315I Mutation erreichten eine MMR. MMR ist der primäre Endpunkt in ARIADs für das dritte Quartal 2012 geplante Phase 3 der Zulassungsstudie für Ponatinib gegenüber Imatinib in neu diagnostizierten CML-Patienten.

  • Reaktionen von Patienten im chronischen Stadium, die nur mit einem TKI behandelt wurden (N=19)
  • Nur 19 Patienten im chronischen Stadium, denen zuvor nur ein TKI verabreicht wurde, wurden in der PACE-Studie mit Ponatinib behandelt. Dreizehn dieser Patienten wurden zuvor nur Imatinib und sechs Patienten mit Dasatinib oder Nilotinib behandelt. 84 Prozent (16) der 19 Patienten, denen Ponatinib nach der Behandlung mit nur einem TKI verabreicht wurde, erreichten eine MCyR.

  • Patienten mit CML im fortgeschrittenen Stadium, die in die Auswertung von Reaktionen mit einbezogen wurden (N=177)
  • Sechzig Prozent (39 von 65) der Patienten im fortgeschrittenen Stadium im resistenten oder intoleranten Kohort erreichten eine grosse hämatologische Reaktionen (major hematologic response, MaHR). Fünfzig Prozent (9 von 18) der Patienten im fortgeschrittenen Stadium mit der T315I Mutation erreichten eine MaHR. MaHR ist der primäre Endpunkt für Patienten im fortgeschrittenen oder Explosionsstadium CML or Ph+ALL in dieser Studie.
  • Siebenunddreissig Prozent (17 von 48) der Patienten im Explosionsstadium CML or Ph+ALL in der resistenten oder intoleranten Gruppe erreichten eine MaHR. Ebenso erreichten 33 % (15 von 46) der Patienten im Explosionsstadium CML oder Ph+ALL mit der T315I Mutation eine MaHR.
  • Vierunddreissig Prozent (22 von 65) der Patienten im fortgeschrittenen Stadium und 27 % (13 der 48) der Patienten im Explosionsstadium oder or Ph+ALL im resistenten oder intoleranten Kohort erreichten eine MCyR. Zwanzig Prozent (13 von 65) der Patienten im fortgeschrittenen Stadium und 23 % (11 von 48) der Patienten im Explosionsstadium oder Ph+ALL in dieser Gruppe erreichten eine CCyR.

  • Sicherheitsprofil (N=449)
  • Die aktualisierten Sicherheitsdaten zeigen, dass Ponatinib ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil in diesen stark vorbehandelten Patienten aufweist.
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit Ponatinib: Thrombocytopenia (bei 35 % der Patienten), Hautausschlag (32 %), trockene Haut (30 %), Unterleibschmerzen (22 %), Kopfschmerzen (18 %). Erhöhte Serumlipase, Erschöpfung und Arthralgie wurden weniger häufig festgestellt.
  • Das Auftreten von Pankreatitis in dieser Studie einschliesslich aller Stadien betrug 6 %. Zuvor wurde Pankreatitis als Dosis-limitierende Toxizität Ponatinibs in Phase 1 der Studie erkannt.

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"Diese aktualisierten Ergebnisse der PACE-Studie zeigen vorteilhafte Reaktionen und eine erhöhte molekulare Reaktionsrate auf Ponatinib" sagt Frank G. Haluska, M.D., Ph.D., Senior Vice President und Chief Medical Officer von ARIAD. "Noch wichtiger, diese Daten beweisen eindeutig das Vorliegen eines vorteilhaften Sicherheits- und Verträglichkeitsprofils Ponatinibs bei resistenten oder intoleranten CML-Patienten. Das Nebenwirkungsprofil ähnelt dem der früheren Phase 1- Studie von Ponatinib, wobei Pankreatitis in der PACE-Studie weniger häufig auftritt" fügt Dr. Haluska hinzu.

Über ARIAD

ARIAD Pharmaceuticals, Inc. ist ein aufstrebendes, weltweit vertretenes Onkologieunternehmen mit Konzentration auf die Erforschung, Entwicklung und die Vermarktung von Medikamenten und dem Ziel, das Leben von Krebspatienten zu verbessern. ARIADs Ansatz der strukturbasierten Medikamentenentwicklung ermöglichte die Entwicklung von mehreren intern entdeckter, zielgerichteter molekularer Produktkandidaten für arzneimittelresistente und schwer behandelbare Krebsarten, einschliesslich bestimmte Formen chronisch-myeloischer Leukämie und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.ariad.com.

Diese Pressemitteilung enthält "zukunftsgerichtete Aussagen" einschliesslich (ohne Begrenzung) Aussagen bezüglich der aktualisierten Daten für Ponatinib, der positiven Behandlungseffekte von Ponatinib im Laufe der Zeit und des Zeitpunkts der Stellung der Marktzulassungsanträge. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den Erwartungen der Geschäftsführung und sind daher bestimmten Faktoren, Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die zu Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, den Auswirkungen von Ereignissen, der zeitlichen Planung und der Leistung zu den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen führen können. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten gehören u.a. präklinische Daten, klinische Daten aus der Anfangsphase, die in späteren Phasen nicht wiederholt werden können, die mit unserer Forschung, Entwicklung, Produktion und anderen Aktivitäten verbundenen Kosten, Studienleitung, Zeitplan und Ergebnisse von präklinischen und klinischen Studien unserer Produktkandidaten, Angemessenheit unserer Kapitalausstattung und die Verfügbarkeit von zusätzlichen Mitteln, sowie andere im an die U.S. Securities and Exchange Commission gestellten Antrag des Unternehmens aufgelisteten Faktoren. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung für aktuell und

korrekt gehalten. Das Unternehmen hat keine Absicht, die zukunftsgerichteten Aussagen nach der Datierung dieses Dokuments zu aktualisieren, um die Aussagen aktuellen Ergebnissen oder Änderungen der Unternehmenserwartungen anzupassen, sofern dies nicht rechtlich vorgeschrieben ist.

Referenzen:

[1] Rohrbacher M, Hasford J. Epidemiology of chronic myeloid leukaemia (CML). Best Pract Res Clin Haematol.
2009
Sep;22(3):295-302. Auf der Grundlage von der aktuell geschätzten Bevölkerung in Europa (738,199,000 in 2010).

[2] McMillian Cancer Support web site. Section: What is CML? http ://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Cancertypes/Leukaemiachroni cmyeloid/AboutCML/WhatisCML.aspx Zugriff am 8. Juni 2012

[3] McMillian Cancer Support web site. Section: Treating CML http ://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Cancertypes/Leukaemiachroni cmyeloid/TreatingCML/Treatmentoverview.aspx Zugriff am 8. Juni 2012

[4] McMillian Cancer Support web site. Section: Treating CML -Monitoring targeted therapies http://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Cancertypes/Leukaemiachronicmyeloid/TreatingCML/Monitoringtargetedtherapies.aspx Zugriff am 8. Juni 2012

[5] McMillian Cancer Support web site. Section: Symptoms & diagnosis - Phases of CML http://www.macmillan.org.uk/Cancerinformati on/Cancertypes/Leukaemiachronicmyeloid/Symptomsdiagnosis/Phases.aspx . Zugriff am 8. Juni 2012

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