Papst: Irland braucht nach Missbrauchsskandal Erneuerung

Papst-Videobotschaft an Teilnehmer des Eucharistischen Weltkongresses in Dublin

Vatikanstadt -Dublin, 17.06.12 (KAP) Papst Benedikt XVI. erwartet vom Eucharistischen Weltkongress in Dublin eine innere Erneuerung für die vom Missbrauchsskandal erschütterte Kirche Irlands. Die große christliche Geschichte des Landes sei "in jüngster Zeit auf eine erschreckende Weise getrübt worden durch die Offenlegung von Sünden", die Geistliche gegenüber ihnen anvertrauten Menschen begangen hätten. Das sagte Benedikt XVI. in einer englischsprachigen Video-Botschaft für den abschließenden Gottesdienst des einwöchigen Eucharistischen Kongresses am Sonntagnachmittag in Dublin. Diese Priester und Ordensleute hätten Menschen missbraucht und damit auch die Botschaft der Kirche unglaubwürdig gemacht. Der nächste Kongress soll 2016 in Cebu auf den Philippinen stattfinden, kündigte der Papst an.

Für diese Priester und Ordensleute sei das Christentum nur noch ein "System von Gewohnheiten" geworden und nicht mehr eine freudige Begegnung mit Christus, sagte der Papst. Wie sonst könne man es sich solche Fehler von Personen erklären, "die regelmäßig den Leib des Herrn empfingen und im Bußsakrament ihre Sünden bekannten". Es bleibe "ein Geheimnis". Das Zweite Vatikanische Konzil habe vor 50 Jahren ein erstarrtes Christentum zu überwinden versucht, damit die Christen "den Glauben wieder als tiefe persönliche Freundschaft mit der Güte Jesu Christi" empfinden könnten. Auch der Eucharistische Kongress verfolge diesen Auftrag, unterstrich der Papst.

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