Walser erfreut über Darabos: Verteidigungsminister reagiert auf Grüne Kritik

Symbolische Akte allein sind aber zu wenig

Wien (OTS) - "Es ist positiv, dass Norbert Darabos auf meinen Hinweis reagiert, dass in der Krypta am Heldenplatz auch Massenmördern und Kriegsverbrechern gedacht wird", zeigt sich der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser erfreut darüber, dass der Verteidigungsminister auf die Kritik des Grünen Abgeordneten an den Zuständen in der Krypta reagiert und heute den Namen des Massenmörders Josef Vallasters aus den Totenbüchern gestrichen hat:
"Mit symbolischen Akten wie dem Streichen eines einzelnen Namens aus den Totenbüchern allein ist es aber nicht getan."

Das ehrende Gedenken für Kriegsverbrecher und Massenmörder ist nur ein Aspekt des problematischen Umgangs unseres Bundesheeres mit der Geschichte. "Das österreichische Bundesheer missachtet in der Krypta den eigenen sogenannten Traditionserlass. Darin wird ein Anknüpfen an die Tradition der Wehrmacht ausdrücklich verboten! Somit kann nur der Widerstand von Österreichern in der Wehrmacht traditionsstiftend sein."

Walser wird am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Univ.Prof. Dr. Walter Manoschek vom Institut für Staatswissenschaft erläutern, warum das alleinige Streichen einzelner Namen aus den Gedenkbüchern zu kurz greift und die Grünen Forderungen zur Umgestaltung der Krypta präsentieren. "Bis ein angemessenes Gedenken in der Krypta umgesetzt ist, muss diese Erinnerungsstätte geschlossen werden. Sie ist in der jetzigen Form eine Zumutung für Österreich", so der Grüne Abgeordnete.

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