Kinderfreunde zu Schulschwänzern: Strafen dürfen nur letztes Mittel sein

Die Österreichischen Kinderfreunde unterstützen den Weg von Unterrichtsministerin Claudia Schmied

Wien (OTS) - "Wenn es um Verletzungen der Schulpflicht geht, muss
in erster Linie im Sinne der Kinder und Jugendlichen gehandelt werden", so Jürgen Wutzlhofer, Bundegeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Es sei deshalb von besonderer Bedeutung, besonnen mit den Schülerinnen und Schülern umzugehen. "Der aktuell vorgelegte Stufenplan von Unterrichtsministerin Schmied ist daher als Modell zum Umgang mit Schulpflichtsverletzungen sehr zu begrüßen", erklärt Wutzlhofer weiter.

Vom Vorgehen der anderen Parteien hält Wutzlhofer nichts: "Wenn die einzige Antwort in der Debatte zum Thema die Erhöhung der Strafen ist, sieht man schon, dass eine konstruktive Diskussion hier nur schwer möglich ist." Es dürfe immer nur das letzte Mittel sein, die Familien zu bestrafen. "Schulpflichtsverletzungen sind mit Strafen nicht in den Griff zu bekommen, die Ursachen liegen meist tiefer begraben und müssen dort bekämpft werden", so Wutzlhofer. Ein Stufenmodell, in dem auf verschiedenen Ebenen nach dem zugrundeliegenden Problem geforscht und mit unterschiedlichen Methoden dagegen gearbeitet würde, sei der richtige Weg.

Es sei jedenfalls gut mit dem Problem umgegangen worden, ohne es zu überdramatisieren. "Hier wurde ein Problem erkannt und eine umfassende Lösung in mehreren Stufen ausgearbeitet. Wir sind uns sicher, dass mit diesem Werkzeug gut gegen negative Entwicklungen entgegengesteuert werden kann", so Wutzlhofer abschließend.

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