Neues Volksblatt: "Ideologische Faxen" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 9. Juni 2012

Linz (OTS) - Die SPÖ tut sich mit den Familien schwer. Einerseits kann eine große Partei nicht gegen die Familie sein, will sie bei künftigen Wahlen nicht untergehen, andererseits habe familienpolitische Vorschläge der SPÖ oft einen neidgenossenschaftlichen Beigeschmack. So, als wären nur arme Familien gute Familien.
Der Vorschlag der SPÖ-Frauenministerin, die in Österreich ohnehin sehr dürftigen steuerlichen Erleichterungen für die Familien abzuschaffen, hat diesen Fassgeruch: Man nehme den Leuten zuerst ihr Geld weg und verteile es dann. Denn: Die Partei weiß, was die Menschen brauchen. Dass von dem Geld, das man den Leuten wegsteuert, viel in der Bürokratie hängen bleibt, bis es wieder bei den Menschen ankommt, spielt für die SPÖ keine Rolle. Das ist halt so.
Gott schütze uns vor jenen, die es gut mit uns meinen!
Und genauso wenig spielt für die SPÖ eine Rolle, dass beim Plan der Frauenministerin die Kinderreichen draufzahlen würden. Sind ja ohnehin nicht mehr viele!
Als ob wir es uns angesichts der Bevölkerungsentwicklung leisten könnten, auch nur auf ein Kind zu verzichten!
Alle Umfragen sagen uns, dass für die Jugend Familie und Kinder einen großen Stellenwert haben. Doch der Weg vom Wunsch zur Wirklichkeit ist weit. Da braucht es konkrete Hilfe, keine ideologischen Faxen.

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