Wohlmuth: Altersgerechte Jobs sichern gesetzliches Pensionssystem

Ständig wiederkehrende Verunsicherung durch sogenannten Pensionsexperten

Wien (OTS/SK) - "Die Wirtschaft muss endlich einsehen, dass nur
eine altersgerechte Arbeitswelt, in der die Menschen nicht krank werden, zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben führen wird und dadurch unser gesetzliches Pensionssystem langfristig gesichert bleibt" erklärte heute Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth im Bezug auf die Berichterstattung des Magazins "Format" bzw. die zitierten Aussagen des "Pensionsexperten" Schuh. "Da wird wieder die demografische Keule geschwungen, da werden pensionssichernde Maßnahmen bewusst verschwiegen", so Wohlmuth, der kritisiert, dass diese Berichterstattung zu einer unnötigen Verunsicherung der Menschen führt. ****

Anstatt für Verunsicherung zu sorgen, sollte lieber alles unternommen werden, um die Arbeitswelt altersgerecht zu gestalten. Wohlmuth verweist hier auf die zahlreichen und detaillierten Maßnahmen des "Gesund länger arbeiten"-Programms des Pensionistenverbandes Österreichs mit folgenden Schwerpunkten:
Gesunde, altersgerechte Arbeit und Arbeitsgestaltung

+ ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze (z.B. Sitzgelegenheiten) + Gesunde und sichere Arbeitsbedingungen: Gefahrenverhütung, Arbeitszeit, Arbeitshygiene, Arbeitsklima
+ Reduktion der Kälte- und Hitzearbeitsplätze, Hebehilfen und Reduktion von Zwangshaltungen
+ Verringerung gesundheitsgefährdender Arbeitsstoffe
+ Erleichterung der physischen Arbeit durch Einsatz technischer Hilfsmittel
+ altersgerechte Schichtpläne, Arbeitszeit- und Pausengestaltung
+ Bewusstseinsbildung bei Führungskräften: Führungsqualität, Teamgeist, Leitbilder und Werte, Wissensmanagement, altersverträgliche humane Gruppenarbeit
+ Gesundheit und Kompetenz des Individuums fördern
+ Keine Altersgrenzen für interne Karrieren, Weiterqualifizierung und Kompetenzerweiterung, alternsgerechte Didaktik
+ Förderung eines Klimas der Anerkennung und Wertschätzung verschiedener Altersgruppen
+ Betriebliche Generationen-Balance

Verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge

+ Schwerpunkt der betrieblichen Gesundheitsförderung auf psychische Erkrankungen ("burn-out" = Nummer 1 bei Invaliditätspensionen, noch vor Stützapparat!)
+ Verstärkung und Vertiefung der Programme "fit2work" bzw.
"Fit für Österreich"

Einschränkung gesundheitsschädlicher Arbeit
(z.B. Schwerarbeit, Nachtarbeit) durch schrittweisen Ausstieg für ältere Arbeitnehmer

AMS-Beratungsangebot für Betriebe, um altersgerechte und gesunde Arbeitsorganisation zu ermöglichen

Recht auf Reduktion der Arbeitszeit für ältere Arbeitnehmer

Einführung eines Frühpensions-Monitoring
Strukturiertes Erfassen aller Ursachen, Begründungen, Befundungen, Alter, Art der Erwerbstätigkeit, Firmenbranche bzw. Örtlichkeit der Frühpensionierungen, um weitergehende Maßnahmen und Strategien zur Anhebung des Frühpensionsalters zu erarbeiten

Einführung eines "Senior-Pools" beim AMS
zur langfristigen Betreuung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 40

"Statt das sichere gesetzliche Pensionssystem krankzujammern, sollte alle Energie in die Umsetzung dieser Maßnahmen investiert werden", so Wohlmuth abschließend. (Schluss) sv/ah

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs, GS Andreas Wohlmuth, 0664-48 36 138

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