Tag des Meeres - Bayr fordert nachhaltige europäische Fischereipolitik

Überfischung und übermäßiger Beifang müssen gestoppt werden

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Tags des Meeres am 8. Juni fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, durch eine nachhaltige europäische Fischereipolitik zum Schutz der Meere beizutragen. "Dass die Meere Schutz brauchen, ist unbestritten. Einen wichtigen Beitrag kann eine nachhaltige europäische Fischereipolitik leisten. Zurzeit läuft einiges schief: Die europäische Fischerei erlaubt die rücksichtslose Ausbeutung der Meere. Die riesigen industriellen Fischereiflotten können gar nicht nachhaltig fangen:
Sie grasen die Meere komplett ab und produzieren zu viel Beifang, je nach Angaben werden bis zu 60 Prozent als Beifang wieder ins Meer gekippt, tot natürlich", kritisiert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Auch Österreich als Binnenland muss sich für eine nachhaltige Fischereipolitik einsetzen. "Die großen europäischen Fangnationen schaffen den Schwenk zu einer nachhaltigen Politik aus eigener Kraft nicht. Da bedarf es auch der Anstrengungen von Binnenländern wie Österreich. Im Juni ist das nächste Treffen des EU-Rates für Landwirtschaft und Fischerei, dort wird weiter an einer Reform der EU-Fischereipolitik gearbeitet. Ich rufe Minister Berlakovich auf, sich für strenge Fangquoten, schonende Fangmethoden sowie die Errichtung von großflächigen Meerschutzgebieten einzusetzen", fordert Bayr den Umweltminister auf.

Aber auch die Konsumentin und der Konsument können ihren Beitrag leisten: "Es gibt Ratgeber, zum Beispiel von Greenpeace, die beim Fischkauf zur richtigen Entscheidung helfen. Als Österreicherin rate ich natürlich zum Konsum von österreichischem Fisch wie Karpfen oder Saibling. Wichtig für Konsumentscheidungen ist es, genaue Angaben zu haben. Der Handel muss informieren, woher der Fisch kommt und welche Fangmethode angewendet wurde. So kann die Konsumentin, der Konsument bewusste Entscheidungen treffen und wird eher zum nachhaltigen Produkt greifen", ist Bayr überzeugt. (Schluss) bj/mp

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