ÖLI-UG zur Verschiebung der Zentralmatura: Es geht um die SchülerInnen der 6. Klassen AHS!

Unabhängige GewerkschafterInnen fordern von Schmied rasche Information der von Verschiebung betroffenen SchülerInnen und LehrerInnen!

Wien (OTS) - "Die Verschiebung der Matura auf 2015 bedeutet für
die SchülerInnen der 6. Klassen und ihre LehrerInnen, dass ein Jahr Vorbereitung auf die vorwissenschaftliche Arbeit, auf kompetenzorientierte, standardisierte Klausuren und auf freie Wahl von mündlichen Maturafächern entwertet wird. Seit Montag soll 2014 alles anders werden - so, wie es zwar die LehrerInnen gewohnt sind, allerdings auch so, wie es die SchülerInnen der 6. Klassen aber nur mehr vom Hörensagen kennen: Fachbereichsarbeiten für wenige, Ausarbeitung von Spezialgebieten zu den 3 bis 4 Fächern der mündlichen Prüfung für alle, an der Schule zusammengestellte Klausuraufgaben," kritisiert Reinhart Sellner, AHS-Lehrer, Personalvertreter der ÖLI-UG und UGöD-Vorsitzender.

Die Medien berichteten auch darüber , dass es trotz Verschiebung auf 2015 an jeder AHS weiterhin die Möglichkeit geben soll, am vorbereiteten und ursprünglich geplanten Termin 2014 festzuhalten und die Matura als Ganzes oder teilweise als standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung durchzuführen. Allerdings nur dann, wenn es der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) beschließt.

Utl.: Rechtsverbindliche Entscheidungsgrundlagen

Die ÖLI-UG fordert vom BMUKK und den Landesschulräten/Stadtschulrat als Sofortmaßnahmen die verbindliche Information über die bevorstehende Verschiebung und ebenso über die angekündigte Alternative einer Weiterführung der in den eben zu Ende gehenden 6. Klassen begonnene Arbeit für die neue Reifeprüfung. Sellner: "Im Herbst müssen diese SchülerInnen wissen, ob sie vorwissenschaftliche Arbeiten einreichen sollen. Die SchulleiterInnen und Lehrerinnen müssen wiederum wissen, ob sie in den Lehrfächerverteilungen 2012/13 die geplanten Einführungskurse ins vorwissenschaftliche Arbeiten ('Matura neu') durch Wahlpflichtfächer für die vertiefende mündliche 'Matura alt' ersetzen müssen."

Utl.: Mitwirkungsrecht der betroffenen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern

Schulen und Schulleitungen brauchen dringend verbindliche Empfehlungen für die Entscheidungsfindung und klar definierte Mitwirkungsrechte für die betroffenen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern der 6. Klasse: Die Schulleitungen sollten auf Wunsch der Betroffenen dafür zu sorgen, dass der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) tätig wird und die Meinungen und das Votum der 6. Klassen als Entscheidungsgrundlage nützt. Denn ohne SGA-Beschluss würden die alten Maturabestimmungen für die 6. Klassen automatisch verbindlich werden.

Die FunktionärInnen der SchülerInnen-, Eltern- und LehrerInnenvertretungen haben die Ministerin überzeugt. Bildungssprecher Elmar Mayer für die SPÖ und Werner Amon für die ÖVP haben zugesagt, dass die generelle Einführung der neuen Reifeprüfung für die AHS auf 2015 verschoben wird. "Die standortbezogene Entscheidung über Verschieben oder Weiterarbeiten müssen die Schulen noch vor dem Sommer treffen, denn die Entscheidung darüber hat Auswirkungen auf Stundenpläne, Lehrfächerverteilungen und die LehrerInnenbeschäftigung im kommenden Schuljahr. Wir erwarten von der Unterrichtsministerin dahingehend rasches Handeln, denn die Schulen brauchen verlässliche Informationen - jetzt!", schließt der unabhängige LehrerInnengewerkschafter.

Rückfragen & Kontakt:

Reinhart Sellner, Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD,
Tel: 0676 / 343 75 21
e-mail: reinhart.sellner@gmx.at
Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at

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