Walser zu Zentralmatura: Überstürzte Entscheidung schafft große Probleme an den Schulen

Schmied, Amon und die GÖD betreiben Management by Chaos

Wien (OTS) - "Die überstürzte Entscheidung von Unterrichtsministerin Claudia Schmied schafft mehr Probleme als sie löst", empört sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, über die von Schmied und ÖVP-Bildungssprecher Amon verkündete Aussetzung der Zentralmatura um ein Jahr: "Jene, die sich entsprechend der Gesetzeslage seit zwei Jahren ordentlich auf die neue Matura vorbereitet haben, sind die Opfer des rot-schwarzen Management by Chaos."

Walser bekommt viele negative Reaktionen auf die Aussetzung: "Bei mir melden sich telefonisch, per Mail und SMS immer mehr SchülerInnen, Lehrkräfte und DirektorInnen, die sich genarrt fühlen und nun benachteiligt sind, weil sie sich korrekt verhalten haben." Betroffen sind Schülerinnen und Schüler in den jetzigen sechsten Klassen der AHS, aber auch ihre Lehrkräfte. Konkret geht es um ein Jahr jetzt sinnloser Vorbereitung auf die in der Zentralmatura vorgesehene vorwissenschaftliche Arbeit, auf standardisierte Klausuren sowie auf die freie Wahl von mündlichen Maturafächern. Walser: "Das alles ist jetzt nach der Ho-Ruck-Aktion des bildungspolitischen Stillstands-Duos Schmied-Amon nichts mehr wert."

Für die nach den alten Maturavorschriften vorgesehenen Schwerpunktprüfungen werden die Weichen durch die Wahl der Wahlpflichtgegenstände schon in der fünften Klasse gestellt. Darauf haben sich jene, die sich an der seit der 2009 beschlossenen neuen Reifeprüfung orientierten, natürlich nicht mehr vorbereitet und stattdessen Einführungskurse ins vorwissenschaftliche Arbeiten belegt. "Diese SchülerInnen müssen sich neu orientieren, sie werden durch den Umstieg auf die alte Maturaverordnung plötzlich gezwungen sein, eine Schwerpunktprüfung abzulegen und Spezialgebiete auszuarbeiten."

Ein weiteres Problem sieht der Grüne Bildungssprecher darin, dass nicht die allein betroffenen SchülerInnen und Lehrkräfte der sechsten Klassen darüber entscheiden, ob für sie die alte oder neue Form der Matura zur Anwendung kommt, sondern die Schulgemeinschaft: "Das ist, wie wenn die Tschechen darüber entscheiden, ob in Österreich ein Atomkraftwerk gebaut wird."

Für das entstandene Chaos sind Schmied und Amon sowie die ÖVP-nahen Interessensverbände verantwortlich. "Um zu retten, was kaum mehr zu retten ist, sollte Schmied wenigsten den Schulen per Verordnung eine dringende Empfehlung geben, dass sich Schulgemeinschaftsausschüsse möglichst an die Empfehlungen der Betroffenen in den 6. Klassen halten", schlägt Walser der Unterrichtsministerin vor.

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