Neues Volksblatt: "Signalwirkung" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 8. Juni 2012

Linz (OTS) - Dass Heinisch-Hosek die eierlegende Wollmilchsau erfunden haben will, glaubt sie wohl nicht einmal selbst. Es ist schlicht und einfach rechnerisch unmöglich, dass alle Familien mehr bekommen und noch etwas übrig bleibt. Die Jubelrufe von SPÖ-Teilorganisationen lassen aber erahnen, was das eigentliche Ziel dieser Aktion war: Als wichtigen "Schritt in Richtung Verteilungsgerechtigkeit" und gegen die "Besserverdiener" sehen es Junge Generation und Sozialistische Jugend. "Jedes Kind ist gleich viel wert" kommt auch Applaus von SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Mautz. Und schon sind wir mitten im Wahlkampf: Die Plakate mit "drei Millionen Stimmen für mehr Verteilungsgerechtigkeit" spendiert übrigens die Arbeiterkammer. Zumindest das eigene Klientel hat die Signale gehört.
Die Familienpolitik droht wieder in das ideologische Fahrwasser abzugleiten. Nach der Gesamtschule hat die SPÖ das nächste Symbol heraufbeschworen, die staatliche Kinderbetreuungseinrichtungen als idealen Ort der Erziehung. Auf der Strecke bleiben leider die Familien. Denn das eigentliche Problem - dass sich junge Menschen nicht mehr trauen eine Familie zu gründen, dass sie Existenzängste plagen, wenn sie sich für Kinder entscheiden, dass größere Familien auch im Wohnbau gar nicht mehr vorgesehen sind - wird nicht einmal tangiert.

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