• 06.06.2012, 17:17:54
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Österreichische Ehrung für Christoph Waltz

Wien/Berlin (OTS) - Der weltberühmte und international
vielbeschäftigte Schauspieler Christoph Waltz wurde vom
Bundespräsidenten der Republik Österreich am 6. Juni 2012 mit dem
Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
Die österreichische Ehrung wurde Waltz an der Österreichischen
Botschaft in Berlin von Botschafter Dr. Ralph Scheide überreicht.

Scheide betonte in seiner Laudatio, dass Christoph Waltz zu der
ersten Riege international erfolgreicher österreichischer
Schauspieler nach dem 2. Weltkrieg zähle und die Linie Oskar Werner,
Curd Jürgens, Maximilian Schell und Klaus Maria Brandauer weiter
führe. Waltz besitze eine ausgeprägte schauspielerische
Differenzierungsfähigkeit und Einfühlungssensibilität, die er in den
meisten seiner Filme, insbesondere in der Darstellung ambivalenter,
abgründiger und rätselhafter Charaktere unter Beweis stelle. Mit
seinen künstlerischen Fähigkeiten, seinen Erfolgen im Verein mit
seinem Bekenntnis zu Österreich habe Christoph Waltz einen
unersetzlichen Beitrag für die Wahrnehmung Österreichs als "Land des
Films" in aller Welt geleistet.

Zu internationaler Berühmtheit gelangte Waltz 2009 in der Rolle
des SS-Standartenführers Hans Landa in Quentin Tarantinos Film
"Inglorious Basterds". Er erhielt unzählige internationale Ehrungen,
darunter 2009 die Auszeichnung als "Bester Darsteller" bei den
Internationalen Filmfestspielen von Cannes, sowie 2010 den Golden
Globe und den Oscar jeweils als "Bester Nebendarsteller". Nach
Maximilian Schell ist Waltz der erste und einzige Künstler aus dem
deutschen Sprachraum überhaupt, der den Oscar in einer der
Schauspielerkategorien erhielt.

Christoph Waltz wurde am 4. Oktober 1956 geboren. Er studierte
Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Lee Strasberg
Theatre Institute in New York. 1977 stand er erstmals in seiner
Heimatstadt Wien auf der Theaterbühne. Es folgten Theater-Engagements
in Zürich und Köln, er spielte außerdem in Frankfurt am Main,
Hamburg, Salzburg und Wien. 1982 erhielt er den renommierten
O.E.-Hasse-Preis. Seit Ende der 1970er Jahre wirkte er in zahlreichen
Fernseh- und auch Kinofilmen mit. Obwohl er in der Vergangenheit
überwiegend fürs Fernsehen arbeitete, stand Waltz immer wieder auch
für internationale Produktionen vor der Kamera, drehte fürs
französische, australische und britische Fernsehen. 1995 gehörte er
zur Darstellerriege der international besetzten Fernsehproduktion
"Katharina, die Große" mit Catherine Zeta-Jones in der Titelrolle.
Einem breiteren Publikum bekannt wurde er zunächst als Roy Black in
der Verfilmung von dessen Lebensgeschichte und, ebenfalls unter der
Regie Peter Keglevics, in der Rolle des gewieften wie skrupellosen
Entführers in "Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard
Oetker". Zu seinen rezenten internationalen Filmerfolgen zählen seine
Rollen in den Streifen "Der Gott des Gemetzels" in Zusammenarbeit mit
Roman Polanski, sowie seine Verkörperung des Zirkusdirektors in
"Wasser für die Elefanten".

Rückfragehinweis:
Österreichische Botschaft Berlin
Mail: berlin-ob@bmeia.gv.at

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