Zum Inhalt springen

AK warnt vor Verschlechterungen beim Lärmschutz

Neuer Entwurf des Umweltministers zur Umweltverträglichkeit muss entschärft werden. Schutz von Gärten oder Balkonen darf nicht ersatzlos fallen

Wien (OTS) - "Der Lärmschutz für die Anwohner und Anwohnerinnen von Flughäfen, Bahn-schienen und verkehrsreichen Straßen darf nicht ausgehebelt werden", sagt AK Umwelt-Experte Werner Hochreiter zur geplanten Novelle der Umweltverträglichkeitsprüfung. Mit der Gesetznovelle wird der Lärmschutz für große Neu- und Ausbauvorhaben mit einem Schlag deutlich abgesenkt. Und zwar auf das Niveau, das für die Sanierung von bestehenden Straßen, Schienen und Flughäfen vorgesehen ist. "Das ist eine eindeutige Verschlechterung für die Anwohner von künftigen Verkehrsvorhaben", warnt Hochreiter.

So soll es beispielsweise keinen "Freiraumschutz" mehr geben: "Das bedeutet für Menschen, in deren Nähe eine Straße oder Schiene neu gebaut wird: Kein Anrecht auf Lärm-schutz für Garten, Hof, Balkon oder Terrasse. Sie werden hinter Lärmschutzfenster ver-bannt", so Hochreiter. Deshalb muss der Entwurf des Umweltministers unbedingt ent-schärft werden, um den heute bestehenden Lärmschutz auch in Zukunft nicht zu verwässern." Die AK plädiert für ein "verantwortungsvolles Umgehen" mit den betroffenen An-wohnerInnen. So sollte, falls aktive Schutzmaßnahmen nicht ausreichen eine Entschädigung vorgesehen werden, wenn neue Lärmbelastungen Grundstücke und Freiräume der Menschen spürbar entwerten. Die AK fordert darüber hinaus auf Basis eines einstimmi-gen Beschlusses der Bundesarbeitskammer mehr Transparenz, klare Prioritäten und Verbindlichkeit beim Verkehrslärmschutz. Insbesondere müssen die Immissionsschutzbestimmungen aller Verkehrsträger überarbeitet und verbessert werden.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
ute.boesinger@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002