VSStÖ Linz: JKU zwingt Studierende vor Gericht

Autonome Studiengebühren an der JKU eingeführt

Linz (OTS) - Bei der heutigen Sitzung des Senats an der JKU wurde die Einführung autonomer Studiengebühren an der JKU diskutiert. Nachdem ein Antrag auf Vertagung der Entscheidung bis zu einem VfGH-Urteil mit einem Abstimmungsergebnis von 13 Pro-Stimmen gegenüber 13 Contra-Stimmen keine Mehrheit fand, musste sofort eine Entscheidung über die Einführung getroffen werden.

Nachdem einige Senats-Mitglieder vor der endgültigen Abstimmung aus Protest vorzeitig den Saal verließen, wurden heute - mit einem Abstimmungsergebnis von 13 Pro-Stimmen und 10 Contra-Stimmen -autonome Studiengebühren auf Basis der bis 29. Februar gültigen Regelung eingeführt. Das bedeutet: Ab dem Wintersemester 2012/13 gibt es wieder Studiengebühren an der JKU.

"Diese Entscheidung ist das Ergebnis von Töchterles Erpressungspolitik. Die JKU hat allen Bedenken zum Trotz die Basis für rechtliches Chaos und finanzielle Desaster für Studierende geschaffen. Anstatt selbstbewusst gegenüber Minister Töchterle aufzutreten und Rechtssicherheit einzufordern, hat man sich per Beschluss zu Töchterles persönlichem Spielball gemacht.", zeigt sich Sabrina Seyrl, stv. Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Studentinnen (VSStÖ) Linz über die heute gefällte Entscheidung entsetzt.

"Es werden harte Zeiten für die Studierenden kommen. Studiengebühren, werden vor allem finanziell schwächer gestellte Studierende aus dem Studium drängen oder sie davon abhalten. Es ist bedauerlich, dass sich die JKU dazu entschlossen hat, Studierende zu zwingen ihr Recht vor Gericht geltend zu machen. Eines ist klar: Wir sehen uns vor dem VfGH wieder." so Mario Dujakovic, Vorsitzender des VSStÖ Linz abschließend.

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