Mitterlehner: "Gute Wirtschaftsbeziehungen mit der Slowakei weiter ausbauen"

Wirtschaftsminister mit Bundespräsident Fischer in der Slowakei - Arbeitsgespräch mit Wirtschaftsminister Malatinsky - Exporte und Investitionen auf Wachstumskurs

Bratislava (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner begleitete am Dienstag Bundespräsident Heinz Fischer bei dessen Staatsbesuch in der Slowakei und traf dabei mit Fischers Amtskollegen Ivan Gasparovic, Premierminister Robert Fico und Wirtschaftsminister Tomás Malatinsky zusammen. Im Arbeitsgespräch mit Malatinsky ging es insbesondere um die aktuelle wirtschaftliche Lage in Europa und an den Finanzmärkten sowie um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. "Als stark exportorientierte Länder sind Österreich und die Slowakei eng miteinander verflochten und teilen das starke Interesse an einer Überwindung der internationalen Schuldenkrise. Gleichzeitig wollen wir unsere guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen", sagte Mitterlehner.

Die österreichischen Exporte in die Slowakei sind allein im Vorjahr um 6,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Unter Berücksichtigung der Importe liegt die Slowakei in der Rangliste der wichtigsten Handelspartner Österreichs auf Platz zwölf. "Österreichs Wirtschaft ist traditionell ein wichtiger Partner der Slowakei. Das jährliche Handelsvolumen hat sich seit der Unabhängigkeit der Slowakei im Jahr 1993 auf nunmehr 5,6 Milliarden Euro verzehnfacht", so Mitterlehner. Österreich zähle mit einem Anteil von rund 15 Prozent zu den drei bedeutendsten Auslandsinvestoren. Heimische Unternehmen haben aktuell über 2.000 Niederlassungen im Nachbarland und dort rund fünf Milliarden Euro investiert.

Besonders große Chancen sieht Mitterlehner neben dem traditionell starken Automobilzulieferbereich vor allem bei Energie- und Umwelttechnologien. "Durch ihr weltweit anerkanntes Know-how bei Öko-Innovationen können unsere Unternehmen Lösungen anbieten, von denen die Slowakei nachhaltig profitieren kann", so Mitterlehner.

Mitterlehner bekräftigte zugleich die klare Haltung Österreichs gegen Atomenergie, sprach dabei insbesondere Sicherheitsfragen an und verwies auf den notwendigen Ausbau Erneuerbarer Energieträger. "Wir wollen den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch durch einen effizienten Ausbau auf 85 Prozent bis 2020 erhöhen. Gleichzeitig geht es darum, Energie sparsamer einzusetzen. Das erhöht auch die Versorgungssicherheit", so Mitterlehner. In diesem Zusammenhang sprach Mitterlehner zudem die geplante Bratislava-Schwechat-Pipeline an, bei der auf slowakischer Seite noch mehrere offene Punkte geprüft werden müssen.

Am Dienstagnachmittag wird Mitterlehner gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer, dem slowakischen Staatspräsidenten Ivan Gasparovic und Wirtschaftsminister Tomás Malatinsky ein Wirtschaftsforum mit über 100 Unternehmensvertretern aus beiden Ländern eröffnen. Das Motto des Austrian Business Circle lautet "Zwei Jahrzehnte erfolgreiche Wirtschaftsbeziehungen Österreich-Slowakei".

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