Brunner zu AKW Mochovce: Atom-Unfälle sind nicht vorhersehbar

Grüne kritisieren leichtfertige Stellungnahme der EU-Kommission

Wien (OTS) - In der Stellungnahme von EU-Kommissar Günther Oettinger vom 31.5.2012 bezüglich der neuen Reaktorblöcke im Atomkraftwerk (AKW) Mochovce steht, dass "nicht davon auszugehen ist, dass die Durchführung des Plans zur Ableitung radioaktiver Stoffe jeglicher Art aus den Blöcken 3 und 4 des Kernkraftwerks Mochovce in der Slowakei (...) bei einem Störfall (...) eine gesundheitlich signifikante radioaktive Verseuchung des Wassers, Bodens oder Luftraums eines anderen Mitgliedstaats verursachen wird."

"Atom-Störfälle halten sich leider nicht an die begrenze Phantasie der EU-Kommission. Im AKW Mochovce sollen zwei neue Reaktorblöcke mit 70er-Jahre-Technologie gebaut werden, die besonders störanfällig ist. Herr Oettinger muss seine Atom-Ideologie ablegen und die strahlenden Tatsachen von Tschernobyl und Fukushima anerkennen. Was in der Stellungnahme steht, ist nicht mehr als naives, leichtfertiges Wunschdenken", ärgert sich die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner und ergänzt: "Atom-Unfälle sind nicht vorhersehbar. Die Vergangenheit hat uns aber gelehrt, dass sie immer wieder geschehen. Ich frage mich, was noch alles passieren muss, damit die Politik sich endlich von der Atomkraft abwendet?".

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