Hilfswerk fordert Reform des Sachwalterrechts

Präsident Othmar Karas: "Es geht auch um Betreuung und Pflege, nicht nur um vermögensrechtliche Fragen!"

Wien (OTS) - Zum Wohle der Menschen, die nicht mehr alle Entscheidungen für sich selbst treffen können, fordert das Hilfswerk eine Reform der Regelungen zur Sachwalterschaft, insbesondere zur Personensorge in Österreich.

"Die heute präsentierten Ideen des Seniorenbundes sind ein interessanter Ansatz, den man auf jeden Fall in die Diskussion einbeziehen sollte", sagt Präsident Othmar Karas. "Wir fordern daher die Bundesregierung auf, hier rasch alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um notwendige Reformen zu beraten und umzusetzen. Denn es geht nicht nur um vermögensrechtliche Fragen, sondern auch um Betreuung und Pflege. Gerade bei alleinstehenden Menschen sind Entscheidungen hinsichtlich Betreuung und Pflege für das Wohl der betroffenen Menschen sehr wichtig und da fehlen den Pflegediensten oft die Ansprechpartner", so Karas.

"Wenn zum Beispiel bei Menschen, für die ein Sachwalter bestellt ist, ein Rechtsanwalt entscheiden soll, welche Betreuungs- und Pflegemaßnahmen angewendet werden sollen, ist dieser oft überfordert", sagt Karas. "Für solche Entscheidungen sollten auf jeden Fall qualifizierte Fachkräfte hinzugezogen werden", so Karas.

"Aus unserer Erfahrung hilft eine umfassende Vorsorge am meisten -gesundheitlich, sozial, finanziell und rechtlich. Daher fordern wir auch eine verstärkte Pflegeberatung weil es mit Vertretungsbefugnissen für Angehörige, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung weitere Möglichkeiten gibt, über die viele Betroffene und Angehörige nicht Bescheid wissen", so Karas abschließend.

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