Geparden aus Salzburger Zoo entflohen: Österreichischer Tierschutzverein kritisiert Sicherheitsvorkehrungen

Salzburg (OTS) - Der Österreichische Tierschutzverein sieht sich ein weiteres Mal bestätigt: die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft ist nicht artgerecht und geht auf Kosten der Tiere. Vermutlich hatten Jugendliche das Gehege geöffnet und eine Tür aufgebrochen, was zum Freigang der Tiere führte. Zoodirektorin Grebner gab heute im ORF-Interview zu, dass es immer wieder vorkomme, dass Jugendliche in der Nacht in den Zoo klettern. Es stellt sich die Frage, ob der Zoo, gerade wenn derartige Vorfälle hinlänglich bekannt sind, über kein Personal verfügt, das den Zoo auch nachts absichert? Auch eine funktionierende Alarmanlage oder Videoüberwachung gibt es offenbar nicht. Der Zoo kann also weder für die Sicherheit von Menschen noch Tieren garantieren. Dieses Mal waren es junge Geparden, was wird nächstes Mal passieren? Wird ein Nashorn freigelassen, einen schweren Verkehrsunfall verursachen und dabei selbst ums Leben kommen? Wird ein Tiger auskommen, einen Jogger anfallen und dann von der Polizei erschossen werden? Der Österreichische Tierschutzverein fordert zum wiederholten Male einen Zuchtstopp und damit das Auslaufen der Zootierhaltung. Der Zoo ist der größte Widerspruch zur Natur: die eingesperrten Tiere leiden physisch und psychisch und sind verhaltensgestört. Zu hoffen ist, dass sich das 21. Jahrhundert auch in Fragen der Gefangenschaft von Tieren weiterentwickelt, nämlich hin zu einem Schutz der natürlichen Lebensräume, in dem Wildtiere frei in der Wildnis, dort wo sie hingehören, artgerecht leben können.

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