Geparden aus Salzburger Zoo entkommen - Kritik von Tierschützern

Verein Pfotenhilfe fordert Import- und Zuchtverbot von Wildtieren

Wien (OTS) - Heute morgen sind zwei Geparden aus dem Salzburger
Zoo entkommen. Der Verein Pfotenhilfe warnt eindringlich, dass solche Vorfälle immer wieder tödlich für Menschen enden. Aber auch die Tiere leiden dabei unter sehr großem Stress. Zu Recht wurde die Wildtierhaltung in Zirkussen hierzulande vor vielen Jahren verboten. In Zoos werden Tiere ebenfalls nur zu einem Zweck auf kleinstem Raum gefangen gehalten: damit Menschen sie "bewundern" können. Diese Tiere benötigen viele Quadratkilometer Lebensraum und nicht nur einige Quadratmeter.

Die Ausrede der Zoobetreiber, dass Zoos zum Artenschutz beitragen, ist nicht nur deshalb völlig unglaubwürdig, weil die natürlichen Lebensräume immer kleiner werden - Tiere die in Gefangenschaft aufwachsen können nur sehr schwer ausgewildert werden. Und Zoos machen so etwas auch so gut wie nie. Überzählige Tiere werden über Tierhändler gewinnbringend an andere Zoos oder gar Zirkusse verkauft, wo sie ein tristes Leben erwartet. Einige Zoobetreiber geben auch offen zu, dass sie überzählige Tiere töten.

Auch pädagogisch kann das Betrachten solcher oft psychisch kranken Tiere auf engstem Raum niemals wertvoll sein. "Wie sollen Kinder etwas über das natürliche Verhalten sowie den respektvollen Umgang mit Tieren lernen, wenn diese eingesperrt sind?" fragt Vereinssprecherin Sonja Weinand. "Aufgrund des großen Angebots von Naturfilmen gibt es heutzutage keinen Grund mehr, Zoos zu besuchen."

Der Verein Pfotenhilfe fordert ein Import- und Zuchtverbot von Wildtieren. Nur so können Zoos als moderne Auffangstationen für illegal gehandelte, beschlagnahmte Wildtiere dienen. Gerade solche behördlichen Beschlagnahmungen scheitern nämlich oft an mangelnden Unterbringungsmöglichkeiten, da die meisten Tierheime besonders bei großen Wildtieren meist nur sehr bedingt Hilfe leisten können.

Rückfragen & Kontakt:

Sonja Weinand
Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE
Tel.: 01 / 892 23 77
www.pfotenhilfe.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PFH0001