Maier begrüßt Einführung von Basiskonten in Italien

Wien (OTS/SK) - Die Einführung eines Girokontos "conto di base"
in Italien für alle - auch für Bürgerinnen und Bürger mit sehr geringen Einkommen und Mindestrentnerinnen und Mindestrentner wird von SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier ausdrücklich begrüßt. Maier fordert dies auch für Österreich: "Das Recht auf ein Girokonto muss auch in Österreich gesetzlich eingeführt werden. Bis jetzt verweigert der Bankensektor - der sonst auf das Good Will der Steuerzahler angewiesen ist - die Umsetzung", betont Maier heute, Sonntag, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Das sei eine sozialpolitisch wichtige Maßnahme, denn für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen wird das Leben ohne Girokonto immer teurer. "Eine Beschäftigung ohne Girokonto zu bekommen, ist de facto unmöglich", so Maier. ****

In Italien sind laut Information der Verbraucherzentrale Südtirol zwei Typen von Basiskonten vorgesehen, Konto A und Konto B. Das Konto A ist ein Basiskonto in Reinform, also völlig kostenlos, vorgesehen für Personen mit einem ISEE-Indikator (ISEE = Indikator der Einkommens- und Vermögenslage) unter 7.500 Euro pro Jahr. Das Konto B für Rentnerinnen und Rentner mit einem Monatseinkommen unter 1.500 Euro ist kostenlos für eine bestimmte Anzahl und Art von Bankoperationen.

Kostenlos ist etwa die Ausstellung, Erneuerung und/oder Ersetzung einer Bankomatkarte sowie eine unbegrenzte Anzahl von Bargeldbehebungen am Schalter. Maier fügte hinzu, dass es dazu auch einen Beschluss im EU-Unterausschuss gebe, dass Basiskonten europaweit umgesetzt werden, nicht auf freiwilliger Basis, sondern auf einer gesetzlichen Ebene. "Wenn die Entscheidung nicht rasch auf europäischer Ebene fällt, muss Österreich wie Italien das Recht auf ein kostenloses Konto national normieren", fordert Maier. (Schluss) sv

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