JUGENDVERTRETUNG: Mehr Anerkennung für freiwilliges Engagement!

Für die BJV ist das Freiwilligengesetz ein erster Schritt für die notwendige Absicherung vieler Freiwilliger. Weitere Maßnahmen müssen folgen!

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich grundsätzlich erfreut über das heutige Inkrafttreten des Freiwilligengesetzes: "Wir haben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es viele Probleme für junge Freiwillige gibt, wie beispielsweise die fehlende Anerkennung ihrer Kompetenzen, Verlust der Familienbeihilfe oder fehlende soziale Absicherung", erklärt die Vorsitzende Johanna Zauner.

Die BJV hat lange dafür gekämpft, dass es einen rechtlichen Rahmen für freiwilliges Engagement gibt, den es nun zumindest für Freiwilligendienste gibt. Dennoch macht die Vorsitzende darauf aufmerksam, dass dieses Gesetz jetzt zwar viele Verbesserungen bringt, aber nicht alle Formen von freiwilligem Engagement abdeckt:
"Uns ist wichtig, dass man nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht die Hände in den Schoß legt, sondern sich weiter für die Verbesserung der Lage für ALLE Freiwillige einsetzt", so Zauner.

Beispielsweise sei bei der Anerkennung non-formaler Bildung von Seiten der Politik und Wirtschaft noch viel zu tun: "JedeR zweite Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich, wie auch die aktuelle Jugendwertestudie erneut aufzeigt. Bei ihrem freiwilligen Engagement erwerben Jugendliche wichtige Kompetenzen, die sie auch in andere Bereiche einbringen und die daher für Ausbildung und Beruf anerkannt werden müssen. Wir erwarten uns hier weitere Schritte!" Abschließend warnt die BJV anlässlich aktueller Umfragedaten bezüglich einer Abschaffung der Wehrpflicht und damit verbundener Abschaffung des Zivildienstes davor, junge Menschen mit einem verpflichtenden Sozialdienst für die Aufrechterhaltung des Sozialsystems verantwortlich zu machen. "Junge Menschen engagieren sich gerne und in vielfältiger Weise, aber es kann nicht sein, dass ihnen dieses Engagement jetzt zur Last fällt. Insbesondere müssen bei der Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht junge Menschen einbezogen werden, da Sie massiv davon betroffen sein werden", betont Zauner.

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