Wir gratulieren Runde Geburtstage im Juni

Wien (PK) - Im Juni feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der Bundeskanzler und Bundesminister a.D. sowie ehemalige Abgeordnete Mag. Viktor KLIMA (S) - 65. Geburtstag am 4. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Peter MARIZZI (S)- 65. Geburtstag am 4. Juni,

der Präsident des Bundesrates Gregor HAMMERL (V) - 70. Geburtstag am 8. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Ing. Herbert L. GRAF (F) - 65. Geburtstag am 9. Juni,

der Abgeordnete Johann RÄDLER (V) - 60. Geburtstag am 13. Juni,

der Abgeordnete a.D. sowie ehemaliger Generalsekretär des Europarates Dr. Walter Schwimmer (V) - 70. Geburtstag am 16. Juni,

die ehemalige Bundesrätin Hedda KAINZ (S) - 70. Geburtstag am 17. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Ministerialrat Dieter ANTONI (S) - 70. Geburtstag am 23. Juni,

dem ehemaligen Bundesrat Mag. Direktor Walter EBNER (OF) - 60. Geburtstag am 23. Juni,

dem ehemaligen Abgeordneten und Bundesrat a.D. Franz KAMPICHLER (V) -65. Geburtstag am 27. Juni,

dem ehemaligen Präsident des Bundesrates Josef PFEIFER (S) - 70. Geburtstag am 29. Juni

Bundesratspräsident Gregor Hammerl 70

Bundesratspräsident Gregor Hammerl feiert einen runden Geburtstag. Er wurde am 8. Juni 1942 in Graz geboren. Nach Absolvierung der Schule und einer Ausbildung als Former und Gießer in Andritz wurde er Berufssoldat und übte diese Tätigkeit - zuletzt als Vizeleutnant -bis 1987 aus. Anschließend war er Stadtparteigeschäftsführer der ÖVP Graz und schließlich Stadtparteiobmann-Stellvertreter bis 2004. 1994 übernahm er die Funktion eines Landesgeschäftsführers des Steirischen Seniorenbundes, als dessen Landesobmann er seit 2009 wirkt. Ehrenamtlich ist Gregor Hammerl seit 1993 als Präsident des Hilfswerks Steiermark mit umfangreichen Aufgabengebieten tätig.

In der Landeshauptstadt Graz übernahm Hammerl 1988 auch sein erstes öffentliches Mandat, er wurde Gemeinderat. Im Jahr 2000 wechselte Hammerl, der zwischenzeitlich auch die ÖVP Graz als geschäftsführender Stadtparteiobmann geführt hatte, in den Landtag der Steiermark, dem er bis 2010 angehören sollte. Nach den Landtagswahlen jenes Jahres wurde Hammerl als Listenerster seines Bundeslandes in den Bundesrat berufen und übernahm daher turnusgemäß am 1. Januar 2012 die Präsidentschaft über die Länderkammer.

Viktor Klima 65

Viktor Klima wird am 4. Juni 65 Jahre alt. Geboren 1947 in Wien, besuchte er dort Volksschule und Gymnasium, ehe er ein Studium der Betriebs- und Wirtschaftsinformatik an der TU Wien begann, welches er mit dem Magistertitel abschließen sollte. 1969 trat er in die Dienste der ÖMV, wo er in der Folge einen stetigen Aufstieg vollzog. Beginnend in einer Stabstelle der Konzernleitung, wurde er 1980 für die Konzernorganisation zuständig. Sechs Jahre später ernennt man Klima zum Chef der Personalabteilung, 1990 schließlich wird er in den Vorstand der ÖMV berufen.

Einer sozialdemokratischen Familie entstammend, wird Klima Anfang 1992 vom damaligen Bundeskanzler Vranitzky in die Regierung geholt. Klima avanciert zum Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, nachdem Rudolf Streicher dieses Amt niedergelegt hatte, um sich seiner Kandidatur bei den Wahlen zum Bundespräsidenten zu widmen. Klima zeichnet sich durch ungewohnte Lockerheit bei gleichzeitiger Entschlossenheit aus und wird schnell zu einem Liebling der heimischen Medien. Im Januar 1996 wechselt Klima ins Finanzressort.

Schneller als allgemein erwartet, erklimmt Klima die oberste Sprosse der Karriereleiter. Im Januar 1997 folgt er Franz Vranitzky im Amt des Bundeskanzlers, vier Monate später wählt ihn der Bundesparteitag der SPÖ auch zum Bundesvorsitzenden der stärksten Partei Österreichs. Gemeinsam mit Englands Tony Blair, Frankreichs Lionel Jospin und Deutschlands Gerhard Schröder gilt Klima in jenem Jahr als Hoffnungsträger der neuen Sozialdemokratie.

Doch so steil Klimas Aufstieg verlaufen war, so schnell wendet sich das Blatt für den Neokanzler, der von Anfang an auf eine mediengerechte Inszenierung gesetzt hatte. Die zahlreichen Homestories, die sogar den "First Dog" "Grolli" einbezogen, ermüden das Publikum rasch, zumal auch gröbere Schnitzer passieren. So hatte sich Klima dabei fotografieren lassen, als er vermeintlich Hermann Maier bei Olympia die Daumen drückt, aus Zeitgründen allerdings vor dem Start Maiers. Es wurden zwei Fotostrecken gefilmt - Maier gewinnt, Maier verliert -, aber keiner von Klimas Spindoktoren hatte mit der Möglichkeit gerechnet, dass Maier spektakulär aus der Piste fliegen könnte. Auch Klimas Auftritt bei der Hochwasserkatastrophe, wo er mit kanariengelben Gummistiefeln buchstäblich im Weg stand, wurde vielfach als nicht besonders geglückt angesehen.

Dementsprechend verkrampft ging Klima in die NR-Wahlen 1999, wo es der SPÖ zwar gelang, den ersten Platz zu verteidigen, wo aber gleichzeitig mit 33 Prozent das schlechteste Ergebnis der Republiksgeschichte eingefahren wurde. Im folgenden Machtpoker hatte Klima die schlechteren Karten und musste mitansehen, wie ÖVP und FPÖ im Februar 2000 eine neue Regierung zimmerten. Wenngleich der so zum "Altkanzler" mutierte Klima zunächst Abgeordneter blieb, zeichnete sich schnell ab, dass er die SPÖ nicht als Oppositionsführer leiten wollte. Er nahm einen hochdotierten Posten bei VW in Argentinien an (wo er auch seine neue Ehefrau kennenlernen sollte) und verabschiedete sich im Frühjahr 2000 aus der aktiven Politik. Heute ist Klima nach wie vor als Manager tätig und hält sich bei seinen Aufenthalten in Österreich aus der Tagespolitik heraus.

Walter Schwimmer 70

Seinen 70. Geburtstag feiert im Juni der frühere Generalsekretär des Europarates Walter Schwimmer. Geboren 1942 in Wien, besuchte er nach der Volksschule das Gymnasium, wo er 1960 maturierte. Ein daran anschließendes Jus-Studium beendete Schwimmer mit der Promotion zum Dr. iur. im Jahre 1964, um danach als Rechtsschutzsekretär in die Dienste der Gewerkschaft der Privatangestellten einzutreten. Ab 1971 war Schwimmer Bundessekretär des ÖAAB.

Im ÖAAB begann auch der politische Aufstieg Schwimmers. Seit 1963 gehörte er dem Bezirksvorstand des Leopoldstädter ÖAAB an, ab 1971 war er dessen Vorsitzender. Von 1984 bis 1996 stand Schwimmer dem Wiener AAB vor, seit 1973 war er Bezirksparteiobmann der ÖVP Leopoldstadt. 1975 sollte er überdies noch Präsident des Mieterbundes werden, ab 1986 war er Klubobmannstellvertreter der ÖVP-Parlamentsfraktion.

In den Nationalrat zog Schwimmer im November 1971 ein, wo er bald Bautensprecher seiner Fraktion werden sollte. Ab 1990 gehörte er der Parlamentarischen Versammlung des Europarates an, 1999 übersiedelte er nach 28 Jahren im Nationalrat ganz nach Straßburg, um dort bis Ende August 2004 als Generalsekretär des Europarates zu wirken. (Schluss)

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