GPA-djp: Kritik an Verkaufsverordnung für den Salzburger Hauptbahnhof

Höchst unerfreuliche Entwicklung für Handelsbeschäftigte

Wien (OTS/ÖGB) - "Dass Geschäfte für Lebensmittel, Reisebedarf, Toiletteartikel und dergleichen auf einer Verkaufsfläche von höchstens 385 Quadratmetern an Werktagen am Salzburger Hauptbahnhof zukünftig bis 23.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ebenfalls von 8.00 bis 23.00 Uhr offen halten dürfen, ist ein Kniefall vor den Unternehmen, der zulasten der Beschäftigten geht", kommentiert der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Franz Georg Brantner, die heute bekannt gewordene Entscheidung des zuständigen Landesrats.

Die Notwendigkeit einer weiteren Ausnahmeregelung sei in einer Stadt wie Salzburg mit einer bestehenden Fremdenverkehrsregelung definitiv nicht notwendig, so Brantner: "Am Wiener Westbahnhof reicht eine saubere Regelung für Geschäfte mit bis zu 80 Quadratmetern völlig aus. Auch am Linzer Hauptbahnhof, sicher auch ein großer Verkehrsknotenpunkt, war keine weitere Sonderregelung nötig. Diese neue Salzburger Verkaufsverordnung stellt definitiv eine höchst unerfreuliche Entwicklung auch für viele andere Handelsangestellte in unserem Engagement gegen die Sonntagsöffnung dar."

Die inhaltliche Begründung für besseren Umweltschutz, mit welcher der zuständige Landesrat die erweiterten Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen argumentiere, sei geradezu skurril und werde nunmehr auf die Rechtmäßigkeit geprüft, ergänzt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer: "Herr Blachfellner wird ja nicht ernsthaft annehmen, dass irgendjemand vom Auto auf den Zug umsteigt, weil er jetzt am Salzburger Hauptbahnhof auf 385 Quadratmetern Verkaufsfläche am Sonntag eine Wurstsemmel einkaufen kann."

Den Interessen der ArbeitnehmerInnen in ganz Österreich wurde mit dieser weitreichenden Entscheidung eines Regionalpolitikers kein guter Dienst erwiesen, so Proyer abschließend.

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