Greenpeace: Schiefergas-Verbot ist wichtiger als UVP-Pflicht

Förderung von Schiefergas ist auch mit Klimaschutz unvereinbar

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wiederholt angesichts der laufenden Debatte zur UVP-Gesetzesnovelle ihre Forderung nach einem Totalverbot für Schiefergasförderungen in Österreich. "Eine Schiefergasförderung in Österreich ist nicht nur aufgrund des Chemikalien- und Wassereinsatzes und den damit verbundenen negativen Umweltauswirkungen abzulehnen, sondern ist vor allem auch mit dem Klimaschutz völlig unvereinbar", kommentiert Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster, "es ist daher dringend notwendig, Schiefergasförderungen gleich ganz zu verbieten."

Berechnungen der Umweltschutzorganisation ergeben, dass ein österreichischer Einstieg in die Schiefergasförderung die jährlichen Treibhausgasemissionen schlimmstenfalls um 30 Millionen Tonnen CO2-Equivalente pro Jahr erhöhen würde. Ursachen sind einerseits die Emissionen aus der Gasnutzung und andererseits die Gasleckagen bei der Förderung. "Damit wäre die österreichische Klimapolitik de facto gestorben, denn diese Emissionen könnte man nur kompensieren, indem man zum Beispiel den gesamten Straßenverkehr verbietet", so Schuster und kritisiert, dass die Klimaauswirkungen in der jetzt geplanten UVP-Änderung faktisch unberücksichtigt bleiben.

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